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Detlev Ackermann

 
   
 
 

Kölner Frühlingslauf mit neuem Teilnehmerrekord
 
 
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24.03.2014  

 
 

Start zum Fun-Run mit über 1200 Teilnehmern

 
Neuer Teilnehmerrekord

 
Auch in diesem Jahr konnte der Kölner Frühlingslauf vom LT DSHS Köln einen weiteren Anstieg an Teilnehmern verzeichnen, wobei die Steigerung diesmal von 1046 auf 1439 Finisher lag. "Wir hatten vor Ort viele Nachmelder, so um die 180", resümiert Vereinssprecher Jens Koralewski nach dem Lauf. Das Geheimnis des Erfolges liegt wohl auch im System der Veranstaltung. Während die ambitionierten Sportler in einem eigenen Lauf 10km auf Zeit laufen, können die Läuferinnen und Läufer beim zweiten Lauf, dem Fun-Run nach jeder Runde entscheiden, ob sie 3,4 Kilometer, 6,7 Kilometer, oder die volle Distanz von 10 Kilometern zurücklegen möchten. Gerade die kurzen Distanzen bieten auch Gelegenheitsjoggern die Möglichkeit mitzulaufen, die sportlich vielleicht nicht so fit sind, aber dennoch - voll - mit dabei sein möchten.
 
Teilnehmerverteilung - Frühlingslauf 2014
 

Medienrummel um Uckermann
 
Auffällig hoch war hingegen das Aufgebot an Fotografen, die nach "Jörg Uckermann" Ausschau hielten. Die Organisatoren des Laufes hatten im Vorfeld ein grünes Eventshirt mit der Kölner Stadtsilhouette zum Kauf angekündigt. Dass dort auch die Köln-Ehrenfelder Moschee mit integriert war, führte in verschiedenen Foren zu hitzigen Diskussionen. Ratsherr Uckermann von der Bürgerbewegung pro Köln kündigte gar an, als Kontrapunkt zum Zitat: "islamgrünen Event-Shirt inklusive Kölner Großmoschee", im islamkritischen Laufdress mitlaufen zu wollen. Dabei hatte er insgeheim auch die Hoffnung, vielleicht einmal sportlich gegen Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) anzutreten zu können, der letztendlich aber nicht mitlief. Zu den befürchteten Krawallen und einem Zusammenstoß mit politischen Gegnern kam es dann aber nicht. Im Gegenteil, es stand viel mehr der Sport im Fokus, wenn auch eine durchgestrichene Moschee mit "Mer losse d'r Dom in Köle", die Rückseite seines Laufshirts zierte. Der in den Medien (Express/Bild/Hyriett/Pi-News) im Vorfeld viel erwähnte und angekündigte Uckermann lief übrigens beim Fun-Run eine Zeit von 49:41 Minuten Netto, was ihm wohl die wenigsten zugetraut hatten. Kritiker von Uckermann scherzen nun, dass er nur deshalb so schnell war, weil der Streckenverlauf "rechts" herum verlief.
 

 
Spannender "Elitelauf"
 
 

Gunnar Keitzel (DLC Aachen)

 

Vera Coutellier (ASV Köln)

 
Wesentlich interessanter und spannender war an dem Tag sicherlich der Top-Lauf, bei dem 213 Läuferinnen und Läufer für den Sprung auf das Siegerpodest gegeneinander antraten. In den ersten zwei Runden liefen hier Gunnar Keitzel (DLC Aachen), Marc Fricke (Non-Stop-Ultra Brakel) und Andreas Heimel im Trio vorne weg.
 

Das Führungs-Trio beim Top-Lauf

 
Bei den Damen zeichnete sich hingegen relativ früh eine mögliche Reihenfolge der ersten drei Plätze ab. Das Frauenfeld wurde ganz klar von Vera Coutellier (ASV Köln) angeführt. Spannend bis zum Schluss blieb es dagegen bei den Männern und erst im Schlusssprint konnte Gunner Keitzel, der eine 33:01 lief, seinen Mitstreiter Marc Fricke mit 2 Sekunden Abstand auf Platz zwei verweisen. Und nur 4 Sekunden später traf Andreas Heimel ein. Unter viel Applaus lief Vera Coutellier nach 37:56 Minuten als schnellste Frau über die Ziellinie. Heike Musielak (Adler-Langlauf Bottrop) lief anfangs noch recht dicht hinter Coutellier hinterher, der Abstand wurde dann von Runde um Runde größer. Am Ende standen bei ihr 39:29 Minuten auf der Uhr. Für Nora Honke (DLC Aachen) reichte es am Ende nur für einen dritten Platz. Sie folgte der Zweitplazierten nur 10 Sekunden später ins Ziel. Bei der Mannschaftswertung konnte der ASV Köln einen weiteren Erfolg für sich verbuchen. Siegerin Vera Coutellier gewann mit ihren Teamkolleginnen Sarah Kleiss und Hannah Steinbuch bei den Frauen die Wertung. Bei den Männern lief auch dort der Sieger ein zweites Mal aufs Siegertreppchen. Gunnar Keitzel gewann mit Thomas Schulte und Michael Cramer als DLC Aachen die Mannschaftswertung.
 
 
Schnellstes Männerteam: DLC Aachen   Schnellstes Frauenteam: ASV Köln
 
 
Premiere - AzubiRun
 
Erstmalig wurde beim Kölner Frühlingslauf der AzubiRun ausgetragen. Es handelte sich dabei um eine eigenständige Wertung mit eigener Startnummer, wobei die Teilnehmer wie beim Fun-Run nach eigenem Ermessen eine, zwei oder drei Runden laufen konnten. Hierfür hatten sich 45 Teilnehmer gemeldet, die gemeinsam mit weit über 1200 anderen Teilnehmern beim Fun-Run an den Start gingen. Zur Siegerehrung wurde die Leistung der 10 Kilometerläufer gewertet. Am schnellsten waren hier die Auszubildenden Thomas Brühl von Aldi (46:01), Felix Krause von FordFit (48:06) und Benjamin Leuf von der TK (47:20), sowie Christina Tode von CGN (56:33), Vanessa Klein (59:54) und Rebecca Kött (01:01:16). Die Mannschaftswertung gewann bei den Herren das Unternehmen Kuhn Edelstahl. "Wir gehen davon aus, dass sich im nächsten Jahr bestimmt gut 200 Azubis für diese neue Wertung anmelden werden", ist sich Vereinsmanager Miguel Rigau sicher. In dem Fall wird es für sie dann einen eigenständigen Lauf innerhalb des Kölner Frühlingslaufes geben.
 

Die schnellste Azubi-Mannschaft: "Kuhn Edelstahl"

 
 
Für den guten Zweck
 
Ebenfalls große Freude herrschte beim Förderverein des Mukoviszidose-Zentrums Köln. Für jeden gemeldeten Starter spendet das LT DSHS Köln zwei Euro, so dass am Ende 3.450 Euro auf der Habenseite für den engagierten Verein standen.



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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln


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