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Detlev Ackermann

 
   
 
 

Berlin Halbmarathon - 32.000 Teilnehmer - Arne Gabius joggt 1:21:18 Stunden
 
 
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29.03.2015  

 
 
Streckenimpression (2014)
 
Birhanu Legese und Cynthia Kosgei gewinnen,
Arne Gabius joggt nach Problemen ins Ziel
 
Wie gewohnt, bot der Vattenfall Berliner Halbmarathon auch zu seiner 35. Auflage wieder einen Mix aus Hochleistungs­ und Freizeitsport. Über 30.000 Läuferinnen und Läufer (Insgesamt 32.025
   
Preisgeld
 
Männer Platz Frauen
5.000 €
2.500 €
1.500 €
1.000 €
800 €
700 €
600 €
500 €
400 €
300 €
Sieger
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
5.000 €
2.500 €
1.500 €
1.000 €
700 €
600 €
500 €
250 €
 
   
Läufer aus 106 Nationen) hatten sich angemeldet, dazu kamen über 1.500 Inlineskater. Schon Anfang Dezember 2014 war der Lauf ausverkauft - so früh wie noch nie.
 
Mit seinem Leistungsprofil im Spitzenbereich zählt der Vattenfall Berliner Halbmarathon zu den schnellsten seiner Art weltweit. Auf der flachen und kurvenarmen Berliner Strecke sind Topzeiten schon Standard - vorausgesetzt das Wetter spielt mit.
 
In diesem Jahr stahl ein Debütant den Favoriten die Show: Der 21-jährige Äthiopier Birhanu Legese gewann das Rennen in 59:45 Minuten
 
Teilweise windige Wetterbedingungen verhinderten die im Männerrennen avisierten noch schnelleren Zeiten. Besonders auf den ersten zehn Kilometern hatten die Athleten Gegenwind, der sich in entsprechend langsameren Zwischenzeiten bemerkbar machte.
 


 
David Kogei und Birhanu Legese  
   
 
Cynthia Kosgei  
Eine neunköpfige Spitzengruppe erreichte die 10-km-Marke nach 28:30 Minuten. Dies war ein Tempo, das auf eine Zeit von knapp über einer Stunde hindeutete. Mit besseren Windverhältnissen wurde das Rennen dann auf der zweiten Hälfte schneller. Fünf Läufer - neben Legese, Kogei, Cheroben und Mengich war noch der Kenianer Abraham Kipyatich dabei - blieben bis zur Endphase des Rennens zusammen.
 
Auf dem letzten Kilometer entwickelte sich dann ein Zweikampf zwischen Legese und Kogei, den der Äthiopier gewann. "Ich weiß, dass ich einen guten Endspurt habe und war zuversichtlich, dass ich gewinnen würde. Es war aber so knapp, dass ich mir im Ziel zunächst nicht sicher war", sagte Birhanu Legese nach seinem perfekten Halbmarathon-Debüt. Dritter wurde der favorisierte Abraham Cheroben (Kenia) in 59:49.
 
Bester deutscher Läufer war Steffen Uliczka (SG TSV Kronshagen/Kieler TB), der auf Platz 15 nach 64:16 im Ziel war. Obwohl er bei seinem Debüt über die 21,0975 km eigentlich rund eine Minute schneller laufen wollte, war Steffen Uliczka zufrieden mit seinem Rennen. "Es war lang und hart, zumal wir in der ersten Rennhälfte starken Gegenwind hatten. Ich denke, ich bin auf einem ganz guten Weg in Richtung Marathon", sagte Steffen Uliczka.
 
Ganz anders hatte sich Arne Gabius seinen ersten Halbmarathon auf deutschem Boden vorgestellt. Auf den ersten 10 Kilometern lief es noch recht gut für den Deutschen, der sich anfangs an die große Spitzengruppe gehängt hatte. "Doch dann bekam ich Bauchmuskelprobleme und Krämpfe. Nachdem ich zunächst einmal stehen geblieben bin, lief ich weiter, aber es wurde schlimmer. Kurz vor Kilometer 13 ging nichts mehr und ich musste mich übergeben", erzählte Arne Gabius, der dann nach einer längeren Pause aber noch nach 1:21:18 Stunden auf Platz 301 ins Ziel joggte.
 
 
Im Rennen der Frauen setzte sich Isabellah Andersson kurz nach dem Start an die Spitze. Nach 10 km (33:31 Minuten) hatte die Schwedin einen Vorsprung von neun Sekunden. Doch auf dem folgenden 5-km-Abschnitt schlossen die Kenianerinnen Cynthia Kosgei und Elizeba Cherono die Lücke und gingen schließlich an Andersson vorbei. Den folgenden Zweikampf entschied dann die erst 21-jährige Kosgei für sich. Nach 70:52 Minuten war sie mit sechs Sekunden Vorsprung im Ziel. "Berlin ist immer ein gutes Rennen, daher hatte ich nicht erwartet, dass ich überhaupt einen Platz unter den ersten drei Läufern erreichen könnte", erklärte Cynthia Kosgei.
 
Als beste deutsche Läuferin wurde Melina Tränkle Achte. Mit 75:34 Minuten unterbot sie ihre bisherige Bestzeit knapp um zwei Sekunden. "Ich bin zum ersten Mal in Berlin gestartet und begeistert. Ich hätte nicht gedacht, dass ich die schnellste deutsche Läuferin sein würde", sagte Melina Tränkle. Die stärker eingeschätzte Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt) hatte aufgrund von Fersenproblemen nach der 10-km-Marke aufgegeben.



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Autor und Copyright: Thomas Steffens / Detlev Ackermann
Fotos: SCC Events

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