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Detlev Ackermann

 
   
 
 

TV Refrath running team holt zwei Medaillen bei Sen EM in Dänemark
 
 
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07.08.2017  

 
 
 
Frank Weber gewinnt EM-Bronze über 800 m in Dänemark
Heiko Wilmes holt mit dem Nationalteam HM-Mannschafts-Gold

 
Aufregende Tage erlebten vier Läufer vom TV Refrath running team bei den Europameisterschaften der Seniorinnen und Senioren im dänischen Aarhus. Rund 3800 Aktive aus 40 Ländern kämpften in allen Leichtathletik-Disziplinen um Medaillen und Titel in den Altersklassen m/w 35 bis über 90 Jahre.

Frank Weber: 15/100stel auf den letzten Metern herausgeholt
 
Auf besonders starke Konkurrenz traf der erfolgreichste TVRler in diesem Jahr, Frank Weber, im Feld der M50 über 800 m. Gleich im Vorlauf setzte der 51jährige ein großes Ausrufezeichen. Er gewann nicht nur seinen Lauf mit neuer persönlicher AK-Bestzeit von 2:07,41 min, sondern stand in der Summe von aller Ausscheidungsrunden an Position Eins. Doch am Tag des Endlaufes, zwei Tage später, zählte das nicht mehr. Wie erwartet wurde es dramatisch. Alle 12 Finalisten stürmten auf der letzten Geraden drei Bahnen nebeneinander dem Ziel entgegen. Frank Weber überspurtete auf den letzten 20-30 Metern gleich fünf Konkurrenten und lief als Dritter in 2:08:41 min durch die Lichtschranke, nur 15/100stel Sekunden vor dem Niederländer Marc van Gils (2:08:56), Per Bjorkmann/Schweden (2:08:73), Milan Serafin/Tschechien (2:08:83), dem Spanier Jordi Salvador (2:08,92) und dem Iren Cathal McLaughlin. Auch die Europian Champion, der Este Kirt Magnus (2:07:71) und Antonio Oliveira (2:08:19) aus Portugal waren nur knapp vor dem Refrather im „Germany-Trikot“. „Das war hart, sehr hart. Aber das gezielte Training in der Belkaw-Arena hat sich für diesen Moment gelohnt, erzählt freudestrahlend der erste Gewinner einer internationalen Einzelmedaille für den TV Refrath.

Heiko Wilmes mit neuer PB und Team-Champion im Halbmarathon
 
Einfach nur glücklich nach unglaublichen vier Starts war Vielstarter Heiko Wilmes nach seinem finalen Rennen am letzten Tag in Aarhus. Denn seine ersten beiden Wettkämpfe liefen nicht optimal: nach dem Ausstieg beim 10000 m Bahnlauf war auch der 4 km Crosslauf als 14. der M45 eher durchwachsen. Doch bereits der 5000 m Lauf zeigte, dass der 48jährige in Form ist. Er lief als 14. mit 17:46,62 min nur sieben Sekunden über seinem Hausrekord. Nach vielen vergeblichen Versuchen sollte es am letzten Tag klappen, über 21,1 km unter 1:20 std zu laufen. Das war sein großes Ziel. Und mit seinem unnachahmlichen Kampfgeist schaffte er es: 1:19:48 std und Platz 12 in der M45. Und dann folgte das goldene Sahnehäubchen: der EM-Titel und die Goldmedaille mit der M45-Mannschaft mit Frank Schröder (7./1:18:54) und vor allem dank der überragenden Leistung von Miguel Modero-Eichwein, der in 1:11:25 std Einzel-Europameister wurde.

Karin Meuser und Ulrich Buchmüller im Finale in die Topten
 
Unter 2:40 min über 800 zu laufen und den Endlauf zu erreichen, war das hohe aber nicht unrealistische Ziel von Karin Meuser. Gleich im ersten von zwei Vorläufen packte die Bergisch Gladbacherin ihr Herz in beide Hände und lief als Vierte mit 2:39:34 min eine neue persönliche Bestzeit. Für den Endlauf zwei Tage später hatte TVR-Lauftrainer Jochen Baumhof nur kurz und knapp geschrieben: „alles geben und genießen“. Von den 12 Finalistinnen der W50 lief Karin Meuser als Achte in 2:42,32 min ins Ziel, auf den letzten 200 m leider durch eine Zerrung gehandicapt. Ein ähnliches Scenario hatte Ulrich Buchmüller. Ein guter vierter Platz im Vorlauf und eine 4:49:72 min reichten dem Odenthaler über 1500 m zum klaren Erreichen des Finales. Mit seiner Leistung reihte sich der 57jährige im Ranking in die Topten ein. Im Endlauf legte Uli Buchmüller noch ein Schüppchen drauf lief als 10. der M55 mit 4:46:08 min so schnell wie seit drei Jahren nicht mehr. Zwei EM-Medaillen und alle vier Refrather in den Finals - mit dieser großartigen Ausbeute und vielen Eindrücken und neuen internationalen Bekanntschaften traten alle sehr sehr zufrieden aus Dänemark den Heimweg an.
 
 
 
 
   




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Autor und Copyright: Jochen Baumhof für Laufen-in-Koeln

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