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TSV Bayer 04 - Reger Andrang beim Tag der offenen Tür
 
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14.11.2017 

 
 
Reger Andrang beim Tag der offenen Tür

 
Einige hundert Besucher haben am Sonntag den Tag der offenen Tür in der Fritz-Jacobi-Halle genutzt, um einen Blick hinter die Kulissen der Bundesstützpunktes Leichtathletik und seines Trägervereins TSV Bayer 04 Leverkusen zu werfen. Über 200 Kinder nahmen an Schnupper-Trainingseinheiten mit bekannten Athleten teil.
 
Nicht nur die kleinen Besucher staunten, wie facettenreich das Übungsrepertoire in den einzelnen Disziplinen ist. Bereitwillig ließen sich die meisten von den TSV-Topathleten coachen. Unter anderem konnten an der Hochsprunganlage im Hock- oder Schersprung die eigenen Grenzen ausgetestet werden. Den Fosbury-Flop in Perfektion zeigte Mateusz Przybylko, in diesem Sommer zweitbester Hochspringer der Welt.
 
Und dass er schon wieder in guter Form ist. Immerhin übersprang der 25-Jährige aus verkürztem Anlauf 2,20 Meter. Da war das restlos begeisterte Publikum schlichtweg aus dem Häuschen. Rhythmisch beklatscht hievte sich Bo Kanda Lita Baehre, Deutscher Meister und U20-Vize-Europameister im Stabhochsprung, aus acht Schritten, also der Hälfte des regulären Anlaufes, über 5,00 Meter. Als Hinführung bestand die Möglichkeit Stäbe in die Hand zu nehmen, an einem Tau gen Hallendecke zu klettern oder am Hochreck zu turnen.

Spielerisch, facettenreich, motivierend
 
Team-Europameister Aleixo Platini Menga leitete auf der Rundbahn ein Staffeltraining und stellte beim anschließenden Wettrennen Reporterqualitäten unter Beweis. Die Siebenkampf-Asse Mareike Arndt, Anna Maiwald und Kira Biesenbach unterstützten die Gäste unter anderem bei 30-Meter-Sprints. Jennifer Montag, mit der Nationalstaffel U20-Weltrekordlerin, motivierte an der Weitsprunggrube zum Nachahmen und demonstrierte dabei am Brett eine unglaubliche Leichtigkeit.
 
Sarah Schmidt, 2015 Vize-Europameisterin über 800 Meter, „schwamm“ mitten in einem zwei Dutzend Kids umfassenden Läuferfeld mit. Anschauungsunterricht mit Gelegenheit zum Selbermachen erteilen auch der Deutsche Kugelstoß-Vizemeister Jan Josef Jeuschede sowie Hammerwerfer Paul Hützen, 2015 mit der Nationalmannschaft Vize-Team-Europameister. Beim Ausprobieren wurde der Hammer allerdings durch einen Schleuderball ersetzt.
 
In persönlichen Gesprächen wurde immer wieder betont, dass im Nachwuchstraining altersgemäß, vielseitig und spielerisch gearbeitet wird, auch wenn das Leistungsprinzip „schneller, höher, weiter“ nicht unbeachtet bleibt. Organisationsleiterin Ulrike Nasse-Meyfarth zeigte sich nach der vierstündigen Veranstaltung überaus zufrieden. „Die meisten Mädchen und Jungen haben sich inspirieren lassen, die Eltern positive Signale gesetzt. Es ist davon auszugehen, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen die eine oder andere Neuanmeldung zu verzeichnen haben“, sagte die zweifache Hochsprung-Olympiasiegerin.



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Autor und Copyright: Harald Koken für Laufen-in-Koeln