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Detlev Ackermann

 
   
 
 

7,5 km langer Rosenmontagszug in Köln 2018
 
 
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12.02.2018  

 
 

Prinz Michael II

 
"Mer Kölsche danze us der Reih"
 
D'r Zoch kütt! Um 10 Uhr startete der mehrere Kilometer lange Umzug an der historischen Severinstorburg und machte sich auf, die knapp 7,5 Kilometer durch die Kölner Innenstadt zu bewältigen. Hunderttausende feierten unter dem diesjährigen Motto "Mer Kölsche danze us der Reih" Karneval mit Musik, Kamelle, Strüßje und Bützje.
 
Zugegeben, eine Laufveranstaltung im eigentlichen Sinne war das zwar nicht, aber das rheinische Flair und die Begeisterung trifft man ja bekannter Weise auch beim Köln-Marathon wieder. Sportlich ging es vor allem vor dem Lauffachgeschäft "Dauerlauf" in der Severinstraße zu. Für einen kleinen Unkostenbeitrag gab es nicht nur gut zu Essen, Toilette und Kölsch, sondern massig viel zu fangen. Filialleiter Georg Herkenrath, Mitglied der Prinzengarde, wurde von vielen Karnevalsgesellschaften mit einem ständigen Kamelleregen begrüßt, der die Gäste die ganze Zeit in die Knie zum Aufsammeln zwang.
 
Den langen Parcours durch die Kölner Innenstadt absolvierten rund 11.000 Teilnehmer, darunter 100 Kapellen, 100 Fest, Prunk- und Persiflageswagen und zahlreiche Wegbegleiter. Sie brachten rund 300 Tonnen Süßigkeiten in Form von 700.000 Tafeln Schokolade, über 220.000 Schachteln Pralinen und über 300.000 Strüßjer unter's Volk.
 
Kurz vor Ende des Rosenmontagszug kam der eigentliche Höhepunkt - der Prinzenwagen, in diesem Jahr besetzt mit Michael Gerhold als "Prinz Michael II". Der 30järige ist seit 2010 Inhaber der Künster- und Eventagentur "agentur ahrens" und war bereits Kölner Kinderprinz im Kölner Kinderdreigestirn 1996.
 
Der Rosenmontagszug ist eine Traditionsveranstaltung. Das Festkomitee Kölner Karneval wurde 1823 gegründet, in diesem Jahr fand auch der erste Rosenmontagszug in Köln statt. Tradition hat auch das große Aufräumen im Anschluss. Die Kölner Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) beseitigen mit rund 95 Fahrzeugen und 200 Mitarbeitern gut 420 Kubikmeter Müll entlang des Zugweges.
 
Überschattet wurde der Umzug durch zwei Unfälle. Zum einen gingen zwei Kutsch-Pferde durch, wobei fünf Menschen verletzt wurden. Augenzeugenberichten zufolge, wurden die Pferde mit einer Flasche beworfen oder einer Zwille beschossen. Des Weiteren ist ein Mann von seinem Festwagen gestürzt und zog sich dabei lebensgefährliche Kopfverletzungen zu.



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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln


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