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Detlev Ackermann

 
   
 
 

Liefen dem Kölner Brückenlauf die Teilnehmer weg?
 
 
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21.07.2018  

 
 

Teilnehmer erobern die Brücken und das Rheinufer

 
Liefen dem Kölner Brückenlauf die Teilnehmer weg?

 
Vor ein paar Tagen vermeldete der ASV Köln, dass der Brückenlauf in diesem Jahr pausieren wird. Begründet wurde dies damit, dass man im gleichen Zeitraum mit einem Großprojekt (Sanierungsarbeiten im Vereinsgebäude) innerhalb des Vereins personell ausgelastet sei.
 
Die Wahrheit, so vermuten zahlreiche Läuferinnen und Läufer, liegt woanders ... der ASV Köln hatte auch Probleme mit der Finanzierung der Laufveranstaltung, nachdem der Hauptsponsor Gerolsteiner abgesprungen war.
 
Fakt ist aber auch, dass die Läuferinnen und Läufer der Veranstaltung seit Jahren tendenziell fern bleiben. Waren es 2002 noch 5949 Teilnehmer, so waren es letztes Jahr nur noch 1944 Teilnehmer, die die 15km Brückenrunde unter die Füße nahmen. Allein von 2016 auf 2017 verzeichnete man einen Rückgang von 24,44 Prozent. Auf die Zahlen angesprochen verteidigte eine ehemalige Geschäftsführerin des ASV Köln die Entwicklung sinngemäß mit "Das ist uns gar nicht aufgefallen. Wir finden Klasse als Masse aber auch besser."
 
Der Lauf hat sich im Laufe der Jahre nicht wirklich weiterentwickelt. 2013 führte man erstmalig einen Staffellauf ein, der verzögert 2014 zwar mit 150 Aktiven Anklang nahm, aber 2015 durch die Einführung eines 6,5km Rundkurses sich selbst den Todesstoß gab. Aber auch der kleine Rundkurs mit 467 Aktiven fand nur ein kurzes Hoch. 2017 wollten hier nur noch 307 Läuferinnen und Läufer mitmachen.
 

Kölner Brückenlauf - Statistik der letzten 16 Jahre

 
 Auf Beschwerden seitens der Teilnehmer ging man erst sehr spät ein. Nicht selten fand der Lauf z.B. bei hohen Temperaturen statt. Augenscheinlich kam man erst zur 36. Auflage auf die Idee, entlang der Laufstrecke endlich mal eine zusätzliche Getränkestelle einzurichten.
 
Die Laufszene hat sich hingegen längst selbständig gemacht. Vor einigen Jahren schon präsentierte Peter Berger vom Kölner Stadtanzeiger seinen "Ultimativen Kölner Brücken-Lauf", der auf der Leverkusener Brücke startete, über alle Kölner Brücken ging und nach 23,90 Kilometern auf der Rodenkirchener Brücke endete.  Eine Route die seither immer mehr Läuferinnen und Läufer für sich entdeckten und auf Facebook regelmäßig von ihren Erlebnissen berichteten. Zwischenzeitlich kam hinter den Kulissen seitens des MTV Köln die Idee auf, in Kooperation mit dem ASV Köln aus der Laufveranstaltung einen Halbmarathon zu machen. Es blieb hier allerdings nur bei der Idee.
 
Der ASV Köln muss sich mit seinem Brückenlauf aber im Vergleich auch nicht verstecken. So laufen beim Düsseldorfer Brückenlauf "nur" 959 Teilnehmer mit. Somit stehen die Kölner im Vergleich noch recht gut da. Und jetzt, wo der Lauf des ASV Köln in diesem Jahr ausfällt, wird vielen Teilnehmern klar, dass ihnen wohl was fehlen wird.
 
Der ASV Köln hat für 2019 eine Fortführung angekündigt. Laufen-in-Koeln wünscht dem Veranstalter einen erfolgreichen, reibungsfreien Brückenschlag zur nächsten Auflage und viele Teilnehmer.



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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln


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