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Detlev Ackermann

 
   
 
 

Vorbericht in den Altersklassen zur Deutschen Marathonmeisterschaft 2019
 
 
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26.04.2019  

 
 
2018 wurde Tom Gröschel (TC Fiko Rostock) im Rahmen des Düsseldorf-Marathon in 2:15:20 Stunden Deutscher Marathonmeister. 2019 wird Düsseldorf zum sechsten Mal Gastgeber der Marathon-DM
 
Vorbericht Deutsche Marathonmeisterschaften 2019
im Rahmen des Metro Marathons Düsseldorf
 
Die Teilnahme an Deutschen Meisterschaften ist für jeden Sportler ein besonderer Höhepunkt in seiner Sportlerkarriere. Das Gefühl, in seiner Disziplin – hier der Marathon- zu den Besten im Land zu zählen, ist einfach toll. Die Sportler trainieren fast ein ganzes Jahr, um dann auf den Punkt fit zu sein. Fast 400 Läuferinnen und Läufer aus allen Bundesländern fiebern auf den 28. April hin, wenn um 9.30 Uhr der Startschuss über 42.195 km fällt.
 
In 23 Altersklassen geht es um Deutsche Einzeltitel. Darüber hinaus werden auch die besten Marathon Teams ermittelt. Bereits im vorigen Jahr kamen bei den Deutschen Meisterschaften in Düsseldorf 350 Marathonis ins Ziel.
 
Insgesamt haben 360 Sportler ihre Meldung für den Marathon abgegeben. Davon werden 70 in der Hauptklasse der Männer und Frauen starten. Das Gros der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nehmen die rührigen Altersklassenläufer ein. 60 Frauen in den Altersklassen W 35 bis W 70 und 230 männliche Akteure von der AK 35 bis zur AK 80 !!! haben nur ein Ziel, möglichst schnell das Ziel am Rheinufer zu erreichen.

Wer zählt am 28. April zu den Favoriten?
 
Artur Schmidt, der die letzten vier Deutschen Marathonmeisterschaften in Frankfurt und Düsseldorf moderiert hat stellt sie vor:
  
Hauptklasse der Männer und Frauen.
 

Ging es im Vorjahr an gleicher Stelle um die Qualifikation zu den Leichtathletik Europameisterschaften in Berlin, so steht in diesem Jahr der Gewinn der „Deutschen“ im Vordergrund.
 
Das Trio um den Vorjahresmeister Tom Gröschel (Tc Fiko Rostock), Simon Stützel ( LG Regio Karlsruhe) und Marcus Schöfisch (Lauftraining.com), der Deutsche Marathonmeister des Jahres 2016, gelten als heiße Anwärter auf die drei zu vergebenden Medaillen. Tom Gröschel, der im Vorjahr überraschend in neuer persönlicher Bestzeit von 2:15:20 Std. den Titel holte, hat beim Halbmarathon in Hannover Anfang April in guten 65:25 Min. gezeigt, dass er sich in guter Verfassung befindet. Im Vorjahr konnte der Schützling von Tonno Kirschbaum (Wattenscheid) in der Vorbereitung nicht optimal trainieren, was heuer nicht der Fall war.
 
Sein stärkster Widersacher dürfte Simon Stüzel ( LG Regio Karlsruhe) sein. Mit einem guten 4. Rang bei den diesjährigen Halbmarathonmeisterschaften in 64:44 Min. deutet er an, was in diesem Jahr über die doppelt so lange Distanz möglich sein kann. Immer zu beachten ist der Thüringer Marcus Schöfisch. Der Deutsche Marathonmeister des Jahres 2017 ist immer wieder für eine Überraschung gut. Mit Tobias Schreidl (LG Passau) ist der Deutsche Marathonmeister des Jahres 2014 von München am Start, der mit dem Hessen Yannik Ernst ( TV Waldstraße Wiesbaden) in Lauerstellung liegt.


Übersichtlicher ist die Situation in der Frauen Hauptklasse.
 
Nachdem die Vorjahressiegerin Fabienne Amrhein verletzungsbedingt leider absagen musste, dürfte der Weg für Anna Hahner (SCC Berlin) frei sein. Sie reist mit einer persönlichen Bestzeit von 2:26:44 Std. aus dem Jahr 2014 an. In den letzten zwei Jahren lief für die Nordhessin nicht alles nach Wunsch. Nach Olympia 2016 – zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Lisa- stoppten sie Verletzungen. In diesem Jahr entschloss sie sich zu einem Trainer- und Vereinswechsel. Das Training unter Erfolgscoach Dieter Hogen, er trainierte schon in den 90 iger Jahren Uta Pippig, zeigte sie beim diesjährigen Halbmarathon in Berlin in guten 1:15:42 Std., dass ihre Formkurve wieder nach oben geht. Für sie gilt, sich das Rennen gut einzuteilen, die Freude an einem Marathonrennen wieder zurückzugewinnen und erstmalig Deutsche Marathon Meisterin zu werden.
 
Mit Isabel Leibfried (TSG 1845 Heilbronn) ist die vorjährige Vizemeisterin wieder am Start. Isabel hat sich in den letzten zwei Jahren um fünf Minuten gesteigert und strebt eine erneute Verbesserung ihrer Bestzeit von 2:41:39 Std. an. Dass dies nicht unrealistisch ist, zeigt ihre gelaufene Halbmarathonzeit von Freiburg in 1:17.31 Std.
 
Sandra Morchner (Laufteam Kassel) startet wohl schon in der W 45, aber sie dokumentiert, dass man auch mit 48 Jahren ganz vorne mitlaufen kann, Kürzlich wurde der Schützling von Winfried Aufenanger Deutsche Meisterin im Halbmarathon in guten 1:17:47 Std. obgleich sie nicht 100 prozentig fit startete.
 
Gespannt darf man auf das Abschneiden von Katrin Reischmann (Vfb LC Friedrichshafen) sein.
Die Siegerin des Halbmarathon von Ulm 2018 möchte ihre seitherige PB von 2:46 Std. in der Rheinmetropole unterbieten. Bei den HM DM erzielte sie gute 1:19:48 Std..
 
Auch Lea Düppe (MTG Mannheim) könnte mit ihren 1:21:56 Std. von Freiburg unter den Top 8 einlaufen.
 
 
Die einzelnen Alersklassen:

M und W 35
 
Da bei den Männern der Vorjahressieger Andreas Straßner (Düsseldorf) verletzungsbedingt nicht gemeldet hat, ist der Ausgang in der jüngsten Altersklasse völlig offen.
Mit Enrico Dietrich (TuS 08 Lintorf) könnte sich ein Sportler erstmalig den Titel erlaufen. Er wusste bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften in 68:16 Min. zu überzeugen
Einige Akteure können sich mit einem beherzten Rennen mit Edelmetall belohnen.
 
Anders die Situation der Frauen. Hier ragen aus dem Feld Sandra Haderlein (SC Kemmern), Hanna Tempelhagen (LC Olympia Berlin) und Doris Marquardt ( LAV Bonn Godesberg) heraus. Sie dürften letztendlich das in der AK 35 unter sich ausmachen.
 
M und W 40
 
Auch hier fehlt der Vorjahressieger Valentin Harwardt (Wolfsburg).
Mit Maciek Miereczko (VfB Erftstadt) ist ein ehemaliger 2:14 Std. Läufer in die „Master Klasse“ aufgerückt, dem der Sieg zuzutrauen ist. Mit guten Chancen tritt der Vizemeistermeister aus dem Vorjahr Sven Serke (LSF Münster) an.
 
In der AK W 40 ist mit Katrin Ochs (LG Filder) eine von vier Titelverteidigerinnen am Start.
Sie hat ganz klar die Titelverteidigung im Auge. Systematisch hat sie sich auf Düsseldorf vorbereitet. Beim Hannover Marathon erreichte sie einen sehr guten 5. Rang im Halbmarathonrennen in 1:24:44 Std.
 
Übrigens wird der Marathon in Düsseldorf schon ihr Zweiter in diesem Jahr sein.
Im März gewann sie ganz locker einen Marathon in der Nähe von Stuttgart in einer Endzeit klar unter drei Stunden und schlug dabei alle männlichen Konkurrenten.
 
M und W 45
 
In der M 45 das gleiche Spiel wie in der M 40. durch das Fehlen des vorjährigen Siegers steigt die Chance von Marcus Mey ( TV Eifeler Turnerschaft Konzen) auf seinen ersten Titelgewinn.
Er trifft u.a. auf die Dieter Zielinski (LT haspa Marathon ) , der beim Frankfurt Marathon 2018 eine 2:40 Std. lief.
 
In dieser Altersklasse gibt es bei den Frauen eine klare Favoritin mit der Titelverteidigerin Sandra MORCHNER (Laufteam Kassel) . Die Ausnahmekönnerin von der Insel Sylt hat sich in den letzten drei Jahren unter der Anleitung des ehemaligen Bundestrainers Winfried Aufenanger zu einer exzellenten Läuferin entwickelt. Vor Jahresfrist lief sie als viertbeste Deutsche in Düsseldorf mit neuer Deutscher W 45 Rekordzeit von 2:46:54Std. ins Ziel. Eine erneute Rekordverbesserung ist ihr zuzutrauen.
 
Gespannt darf man auf das Auftreten von Monika „Mikki“ Heiß von der LG Telis Finanz Regensburg sein. Die Pädagogin ist jedoch immer noch für eine Marathonzeit von deutlich unter 3 Stunden gut.
 
Dies hat die Sächsin Sandra Boitz (SC Dhfk Leipzig) allemal drauf.

M und W 50

In dieser Altersklasse ist die Beteiligung immer sehr hoch.
 
Seit Jahren wird in der AK 50 verbittert um den Titel und die Medaillen gekämpft.
Hier stellt sich der Titelverteidiger und Lokalmatador Dr. Wolfgang Lenz der Konkurrenz.
„ Ich habe mich zielstrebig auf mein „Heimrennen „ vorbereitet. Ich werde alles geben, damit der Titel in Düsseldorf bleibt“. So der promovierte Naturwissenschaftler mit Wohnort in Ratingen.
 
Mit Gerhard Schnebele ( TV Gailingen) ist ein Läufer aus der M 45 in die M 50 aufgestiegen, dem es ohne weiteres zuzutrauen ist, auch noch unter 2:40 Std. laufen zu können.
Thomas Sambale ( Rhein-Berg Runners) und der unverwüstliche Klaus Mannweiler (TSV Wolfratshausen) dürften ein gewichtiges Wörtchen um die Medaillenvergabe mitreden.
 
Äußerst interessant dürfte es bei den Frauen werden.
 
Mit der Titelverteidigerin Christine Ramsauer ( Team Memmert e.V.) und der Vorjahreszweiten Claudia Mordas ( Tusem Essen) sind die Schnellsten des Vorjahres in der W 50 am Start.
 
Ihnen droht jedoch Gefahr von Angela Moesch ( Laufgruppe Deiringsen), die mit 2:59:23 Std. in der Bestenliste steht und in diesem Jahr in die W 50 aufgestiegen ist. Angela hat sich bereits in diesem Jahr den Titel im Halbmarathon erlaufen.

M und W 55
 
Hier ist mit dem Wiesbadener Markus Zerres ein weiterer Sieger aus dem Vorjahr am Start.
Der Hesse hat eine besondere Beziehung zu Düsseldorf. Hat er doch lange Zeit hier gewohnt, studiert und gearbeitet.
 
Aufgestiegen in diese Klasse sind sowohl der mehrfache Deutsche Meister Dr. Matthias Koch (LAV Stadtwerke Tübingen) als auch Robert Jäckel ( TuS o8 Lintorf) .
Gespannt darf man auf das Abschneiden von Maximilian Klaus (KSG Gerlingen) sein, der bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften in sehr guten 1:17.40 Std. als Vizemeister einlief.
 
Bei den Frauen gibt es ein Wiedersehen mit der Vorjahressiegerin Monica Wüster (USC Mainz), die im Vorjahr sich selbst mit dem Titelgewinn überraschte.
 
In diesem Jahr trifft sie auf die starke Dresdenerin Beate Bonnaire, die eine Bestzeit von 3:10 Std. aus dem Vorjahr stehen hat.
 
M und W 60 - 80
 
In der AK M 60
 
In dieser Altersklasse ist der Ausgang der Deutschen Meisterschaft völlig offen.
Mehrere Athleten haben hier die Möglichkeit sich in die Analen der Meisterschaften einzutragen.
 
Reinhold Walter (LT Unterkirnach) wir in dieser AK ganz vorne erwartet.
 
Mit Christoph Schneider Hasseln) ist der Vorjahressieger am Start, der eine Titelverteidigung anstrebt.
 
In der M 65 dürfte der Sieg über den Unterkirnacher Albert-Eugen Vetter führen, der im Vorjahr in Düsseldorf zweiter in der M 60 in 3:00.19 Std. wurde.
Gute Medaillenchancen werden Jörg Dietrich (LC Rehlingen) und Rudolf Alt (LLG Wonnegau) eingeräumt.

Das Feld der M 70 wird von Jürgen Graeber (SuS Oberaden) angeführt.
 
In der M 75 kämpfen vier Sportler um die Medaillen. Allen voran der mehrfache Deutsche Meister Edmund Schlenker VfB Ostelsheim. Der pensionierte Justizvollzugsbedienstete ist seit mittlerweile sechs Dekaden laufend überaus erfolgreich unterwegs.
 
Mit Werner Stöcker ( LG Wittgenstein) und Karl-Heinz Kern (LG Rülzheim) sind zwei Läufer des Jahrganges 1939 am Start. Hier werden dem mehrfachen Deutschen Meister Stöcker die größten Siegeschancen eingeräumt.
 
Auch die Frauen sind in den Altersklassen ab W 60 noch zahlreich vertreten.
Namen wie Gabriele Celette (LC Rehlingen) in der W 60, Monika Feyerabend (LSF Münster) in der W 65 und Ulrike Pithan (TuS Deutz) in der W 70 sind hier als aussichtsreiche Titelaspirantinnen zu nennen.
 
Wie in all den Jahren werden sich auch in diesem Jahr wieder Läuferinnen und Läufer in den Top drei Rängen platzieren, womit man im Vorfeld nicht rechnen konnte.
Gerade das macht den Reiz einer Deutschen Meisterschaft aus.
Gerade in den Altersklassen der Frauen und Männer.
Was wäre eine Deutsche Marathonmeisterschaft ohne die fleißigen und ehrgeizigen Altersklassensportler?
 
Die Siegerehrungen werden für die Hauptklassen 1-3 Männer und Frauen gegen 12.50 Uhr auf der Siegerehrungsbüne im Zielbereich durchgeführt.
 
Die Altersklassensiegerehrungen 1-3 s werden ab 14.00 Uhr in der Alten Kammerei von der ehemaligen Weltrekordlerin im Marathonlauf Christa Vahlensiek durchgeführt.




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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
Artur Schmidt für Laufen-in-Koeln

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