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Weit über 100 Frauen mit geballerter Power im Stadtwald unterwegs
 
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25.05.2004 

 

Tolle Stimmung dank bester Organisation des ASV und Puma,

ein Laufbericht von Maria-Cecile Meuser:
 
 
   

Sonntagmorgen 8.00 Uhr:. Mist, trotz Sonntag nicht ausschlafen L .... habe mich ja bei diesem Frauenlauf vom ASV angemeldet. Tja, hatte mir bei der Anmeldung gedacht, dass ich Sonntags eh immer ein Stündchen laufe. Jetzt würde ich doch lieber noch ein bisschen liegen bleiben. Das Wetter lockt auch nicht gerade ....?! Nun hatte ich ja bereits die 15 Euro Anmeldung bezahlt .... und quälte mich aus dem Bett und fuhr zum ASV-Sportclub.

 

Aber war das eine Stimmung!!!!  Schon beim Empfang im ASV viele strahlende Frauengesichter. Das Wetter hellte sich auf und die Sonne kam raus. Und überall gab es diese Puma-Flaggen; man fühle sich gleich wie eine richtige Athletin. Angenehm war es auch, dass man Toiletten und Umkleiden des ASV-Club benutzen konnte (im Gegensatz zu vielen Volksläufen, bei denen man/Frau sich im Wald erleichtern muss).

 

Die Anmeldung klappte reibungslos, alles war stramm durchorganisiert, vor allem waren die Damen und Herren bei der Anmeldung sehr freundlich und unermüdlich, fast „service-geschult“ (was ich leider von den wenigsten Anmeldestellen bei Volksläufen behaupten kann).

 

Und dann der aufbauende Knaller in der Startnummern-Tüte: Außer einem kessen PUMA-Girl-Shirt gab es einen Gutschein für 2 Personen für die Mauritius-Thermen. Das war ja noch mal ein ansehnliches Bonbon obendrauf. Die Anmeldegebühren haben sich folglich mehr als rentiert.

 

Schade, dass der Start nicht auch im nett geschmückten Stadion stattfinden konnte. Zum Start selbst musste man doch noch ein Stückchen laufen, was dann doch noch immer zu einer gewissen Hektik führt.

 

Endlich dort angekommen, wurde ich wieder positiv überrascht. Vor mir stand ein ansehnliches Startportal, aus den Boxen ertönte motivierende Musik und ein wohlbekannter Volkslauf-Sprecher sorgte für Stimmung und Wettkampf-Atmosphäre im Stadtwald und lockte so noch zahlreiche Spaziergänger an, die uns anfeuerten.

 

Was auch noch sehr außergewöhnlich - und bei anderen Volksläufen sicherlich nicht der Fall ist - erst am Start musste man sich zwischen den 4.711 Metern (also dem 4711-Lauf) oder der klassischen 10 km-Strecke entscheiden.

 

Nach dem Startschuss spürte ich allerdings doch ein wenig die Stutenbissigkeit der Frauen untereinander. Nur die Routiniers ließen die es erst mal lockerer angehen.

 

Auf der Strecke lief alles reibungslos. Jede Wegabzweigung war so gekennzeichnet, dass auch ein Trottel wie ich (die sich beim Sport Scheck-Lauf letzten Samstag schon verlaufen hatte) kaum eine Chance hatte, falsch abzubiegen. An jeder zweiten Wegabzeigung stand noch zusätzlich ein gut aussehender ASV-Mann, der den Frauen den Weg wies und diese auch noch kräftig anfeuerte.

 

Die Strecke selbst war relativ hart. Viele Steigungen und viele Kurven. Aber zwischendurch kam man mehrmals an den markanten Zuschauermagnet-Punkten (Start und Ziel mit Musik) vorbei und wurde – auch durch den Sprecher, der sich Mühe gab, jede Läuferin mit dem Namen anzusprechen – noch mal motiviert.

 

Auch wenn man hier keine Bestzeiten laufen konnte: Der Lauf war ein tolles Erlebnis und prima organisiert. Sicherlich sind die 105 Frauen auch im nächsten Jahr dabei und - wenn noch ein bisschen mehr Promotion für diesen Lauf gemacht wird – könnte dies der Kölner Frauenlauf schlechthin werden! Ich bin jedenfalls nächstes Jahr wieder dabei und quäle mich auch dann wieder gerne aus dem Bett.

 

Gewonnen hat den 10 km Lauf - die bei allen Frauenläufen berühmt berüchtigte - Marion Eschweiler, die nach ihrem Zieleinlauf allerdings auch verkündete, dass dies doch eine zähe Strecke war. Den 4711-Lauf konnte Andrea Erdmann für sich entscheiden und zeigt damit, dass man kein alter Laufhase sein muss um einen Frauenlauf zu gewinnen.





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Autor und Copyright: Maria-Cecile Meuser für Laufen-in-Koeln,
Foto: Adam Gumkowski