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Zurzeit bereitet sich eine größere
Gruppe an Hobby- und ambitionierten Läufern und Läuferinnen professionell auf
den am 11. Juni stattfindenden EVL-Halbmarathon Leverkusen vor. Hierzu gehört
neben dem eigentlichen Lauftraining eine regelmäßige Trainingsdiagnostik.
Erfahrene Sportwissenschaftler des TSV Bayer 04 Leverkusen führten hierzu am
Mittwoch mit einer kleineren Gruppe einen Leistungstest in Form eines
Feldstufentests durch. Dabei liefen die Probanden auf einer 400m-Rundbahn bei
unterschiedlichen Tempi und nach jeder Belastung wurde ein Tropfen Blut aus
ihrem Ohr abgenommen. Nach der Auswertung kann der aktuelle Trainingszustand
festgestellt werden und dementsprechend Empfehlungen für das weitere Training
erstellt werden.
Ein Laktattest, was ist das? Milchsäure (Laktat) ist das Endprodukt des aneroben Stoffwechsels. Diese Substanz entsteht bei intensiven Belastungen, wenn die Muskulatur über Lunge und Kreislauf nicht mehr genügend Sauerstoff zur Deckung des Energiebedarfs erhält. Die Konzentration des Laktats ist einfach zu bestimmen; man braucht nur ein Tröpfchen Blut aus dem Ohrläppchen oder der Fingerkuppe. Kurz vor einem Wettkampf absolvieren viele Laufprofis eine Laktatmessung, um eine objektive Rückmeldung über ihre Form zu bekommen. Auch ambitionierte Freizeitläufer und Läufer können durch gelegentliche Laktatbestimmungen wichtige Informationen über ihren Trainingszustand erfahren. So können zum Beispiel Überforderungen rechtzeitig erkannt und Übertraining sowie Verletzungen vermieden werden. Durch die Bestimmung der Laktatkonzentration können Schlüsse auf die Belastungsintensität und die aktuelle Leistungsfähigkeit gezogen werden. Bei einem Leistungstest wird die Laktatkonzentration während des Laufens bei ansteigender Geschwindigkeit (Stufentest) bestimmt. __________________________________ Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln |