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Die neuen Strecken-Highlights zum 25. Severinslauf - Teil 1 |
Zur 25. Auflage wird der
Severinslauf einen neuen Kurs einschlagen. Die erste Änderung befindet sich
bereits nach 700 Metern nach dem Start. Vor der Kirche St. Johann Baptist, auch
bekannt als der "Schiefe Turm von Köln", wird rechts in Richtung Mechthildstraße
gelaufen, in der sich auf der linken Seite auch schon das erste neue Highlight
des urkölschen Severinviertels befindet, die Elendskirche St. Gregorius im
Elend.
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Elendskirche
St. Gregorius im Elend |
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Elendskirche St. Gregorius im
Elend
Die spätbarocke, dem hl. Papst
Gregor d. Großen geweihte Kirche ist eine Stiftung der Kölner Patrizierfamilie
von Groote und noch heute im Eigentum der Familie; sie gehört also zur Gruppe
der ehemals 30 Kölner Eigenkirchen. An ihrer Stelle lag seit dem 14. Jh. ein
sogenannter Elendreythof, ein Ort also, an dem vor allem Fremde (besonders
Pilger), Heimatlose und Arme (= Elende)bestattet wurden. Schon im 15. Jh. stand
auf dem Friedhof eine spätgotische Michaelskapelle. Jacob von Groote (1589-1663)
ließ eine Mauer um die Begräbnisstätte errichten; sein Sohn erweiterte die
Kapelle. Der Kanonikus Everhard von Groote stiftete schließlich zusammen mit
seinem Bruder die heutige Kirche, die von 1764 bis 1768 als letzter Sakralbau
Kölns vor dem Ende der reichsstädtischen Zeit im Jahre 1794 errichtet und 1771
geweiht wurde.
Die ehemals einheitliche
Innenausstattung im Zopfstil hat -wie die gesamte Kirche- im letzten Weltkrieg
stark gelitten. Der Wiederaufbau, 1950 bis 1970 unter der Leitung von Karl Band,
konnte noch nicht endgültig abgeschlossen werden. Bisher wurden als wichtigste
Ausstattungsstücke die drei Altäre wiederhergestellt. An die Elendskirche wurde
1963 die Kapelle der Schönstatt-Schwestern, die heute die Kirche betreuen,
angebaut. Das Gittertor des Vorhofes stammt aus dem im Zweiten Weltkrieg
zerstörten alten Spanischen Bau des Rathauses.

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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
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