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Erinnerungen an den S├╝dtirol-Marathon am 8. April 2001
 
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08.04.2001 

 

Als mein Zug nach 20 min├╝tiger Versp├Ątung morgens in Bozen eintrifft, sch├╝ttet es aus allen Eimern. 
Pers├Ânlich habe ich mit Regen w├Ąhrend eines Marathons kein Problem, aber man ist ja auch wegen der tollen S├╝dtiroler Landschaft hier. 
Nachdem ich mein Gep├Ąck im zentral gelegenen Hotel abgelegt hatte, ging es Richtung Waltherplatz. Dort soll es die Startunterlagen geben, stand in der ausf├╝hrlichen und bunt illustrieren Ausschreibung. 
Ein H├Ąuserblock weiter geht innerlich auch schon die Sonne auf. Ein Festzelt mit Marathonmesse !!!

 

Ahhh, hier bin ich richtig. Trotz Regen haben die Veranstalter schon kr├Ąftig gewerkelt und den Zielbereich aufgebaut. Nachdem ich die Informationsst├Ąnde des Ford-Marathon aus K├Âln und Medien-Marathon aus M├╝nchen besucht habe, hole ich nun meine Startnummer ab. Der sogenannte 'Turnbeutel' ist prall gef├╝llt mit allem was man als Marathoni so braucht: "Startnummer, leckere ├äpfel, Spaghetti, ein T-Shirt, Socken und ein Schwamm. Ob der Schwamm nun zum Regen oder Schwei├č abwischen ist, ist mir zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht so klar ...

Um die L├Ąufer bei Laune zu halten, haben sich Alfred und sein Team eine Menge einfallen lassen:

- Pastaparty gibt es auch in Bozen ... da hat die italienische K├╝che gute Arbeit geleistet. 
- Gegen 18 Uhr haben die Kinder, Hobbysportler und Vips ihren Auftritt. Sie laufen zu Gunsten der Peter Pan - S├╝dtirol Kinderkrebshilfe den Minimarathon. 
- Danach geht die Party aber erst richtig los ... das Zelt ist schnell gef├╝llt und eine Musikgruppe unterh├Ąlt die G├Ąste mit bester Rockmusik bis sp├Ąt in die Nacht.


Da freut sich Alfred Monsorno (links), der Pr├Ąsident des S├╝dtirol Marathon Club "Ein K├Âlner besucht seinem Marathon"

- Gegen 19 Uhr werden die Top-L├Ąufer vorgestellt:

   

Raceday:
Ja endlich, die Sonne kommt heraus. F├╝r die ausgiebigen Regenschauer des Vortags wird der L├Ąufer mit einer wundervollen Bergwelt entsch├Ądigt. Der Regen hat sich auf den Bergspitzen als Schnee niedergelassen.
Die Temperatur von 12 Grad ist optimal.
 

Nachdem ich mein Gep├Ąck in einem der 'gesicherten' Zelte deponiert habe, laufe ich mich mit den anderen 1500 Teilnehmern warm. Wir scherzen und lachen ... aber nun wird es ernst ... 
Der Startschuss f├Ąllt und alle machen sich frohen Mutes auf den Weg. Jeder so, wie er kann. 
Bei der Strecke handelt es sich f├╝r die Halbmarathonis und Inliner um einen Rundlauf. Die Lauffreunde die sich f├╝r den ganzen Marathon angemeldet haben, mussten entsprechend mehr Anmeldegeb├╝hr bezahlen. Aber daf├╝r werden sie auch mit 2 Runden belohnt.

Die erste Runde verl├Ąuft recht gut. Trotz einiger lang andauernden Anstiege f├╝hle ich mich f├╝r die 2. Runde noch fitt. Langweilig wird es nicht. Entweder mal h├Ąlt mit den Anderen ein kurzes Gespr├Ąch oder bewundert die landschaftliche Umgebung und die Sehensw├╝rdigkeiten von Bozen. 

 

Meine Beine werden schwerer und diese Anstiege wollen kein Ende nehmen. Hinzu kommen noch einige Winde, die einen zus├Ątzlich bremsen. Aber das geh├Ârt dazu. Schlie├člich will man ja auch das Gef├╝hl haben, f├╝r seine Medaille was getan zu haben. Kurz nach km 38 ├╝berquere ich die Talfer und es geht ab in die Innenstadt. Immer brav den Pfeilen nach.
 

Km 39. Nur noch 3 km. Gleich habe ich es geschafft. Aber zu fr├╝h gefreut. Es geht noch knapp 1km weiter leicht aufw├Ąrts. Das Ziel ist so nah, aber es gilt noch mal einen gro├čen Bogen Richtung Norden und Osten zu laufen. Die letzten 2 km wird der L├Ąufer dann mit einem dementsprechenden Abw├Ąrts entlastet. Das hilft die letzten Kr├Ąfte f├╝r einen Schlu├čsprint zu mobilisieren.

Die letzten hundert Meter f├╝hren durch eine Allee. In der Ferne h├Ârt man die Menschenmenge jubeln. Gleich habe ich es geschafft ...
 

der rote Teppich ist in Sicht ...

und ich habe wieder einen Marathon absolviert.

 

Im Zielbereich gibt es Äpfel, Joghurt und ausgiebig zu trinken.
Nach kurzer Zeit werden die Ergebnislisten ausgeh├Ąngt. Auch ich finde mich auf der Liste wieder. der RealTime Chip hat auch diesmal seine Arbeit geleistet.
Nach den 42km entschlie├če ich mich, nun auch die eiskalte Dusche durchzustehen.
Da muss man halt auch noch durch.
 

Nach der Siegerehrung fahre ich dann am Abend wieder zur├╝ck nach K├Âln ...

Es hat riesig Spa├č gemacht und n├Ąchstes Jahr bin ich bestimmt wieder mit dabei ...

Gru├č an Alfred und an alle diejenigen, die ich in den zwei Tagen kennen gelernt habe.


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Von:        Heike Ebner [sued.marathon@rolmail.net]
Gesendet:   Montag, 9.Juli 2001 10:09
An:         ackermann@netcologne.de
Betreff:    S├╝dtirol-Marathon 2001

Hallo Detlev!
Wie geht┬┤s und steht`s in Koeln? Ein gro├čes Kompliment f├╝r Deinen tollen Bericht in Eurer homepage! Hat mich riesig gefreut.Ich hoffe wir sehen uns bei einem deutschen Herbstmarathon wieder!
Alles Gute und Servus aus S├╝dtirol von Alfred und team

 





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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln