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TV Refrath running team holt zwei Medaillen bei Sen EM in Dänemark |
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Frank Weber gewinnt EM-Bronze über 800 m in Dänemark
Heiko Wilmes holt mit dem Nationalteam HM-Mannschafts-Gold
Aufregende Tage erlebten vier
Läufer vom TV Refrath running team bei den Europameisterschaften der Seniorinnen
und Senioren im dänischen Aarhus. Rund 3800 Aktive aus 40 Ländern kämpften in
allen Leichtathletik-Disziplinen um Medaillen und Titel in den Altersklassen m/w
35 bis über 90 Jahre.
Frank Weber: 15/100stel auf den letzten Metern herausgeholt
Auf besonders starke
Konkurrenz traf der erfolgreichste TVRler in diesem Jahr, Frank Weber, im Feld
der M50 über 800 m. Gleich im Vorlauf setzte der 51jährige ein großes
Ausrufezeichen. Er gewann nicht nur seinen Lauf mit neuer persönlicher
AK-Bestzeit von 2:07,41 min, sondern stand in der Summe von aller
Ausscheidungsrunden an Position Eins. Doch am Tag des Endlaufes, zwei Tage
später, zählte das nicht mehr. Wie erwartet wurde es dramatisch. Alle 12
Finalisten stürmten auf der letzten Geraden drei Bahnen nebeneinander dem Ziel
entgegen. Frank Weber überspurtete auf den letzten 20-30 Metern gleich fünf
Konkurrenten und lief als Dritter in 2:08:41 min durch die Lichtschranke, nur
15/100stel Sekunden vor dem Niederländer Marc van Gils (2:08:56), Per Bjorkmann/Schweden
(2:08:73), Milan Serafin/Tschechien (2:08:83), dem Spanier Jordi Salvador
(2:08,92) und dem Iren Cathal McLaughlin. Auch die Europian Champion, der Este
Kirt Magnus (2:07:71) und Antonio Oliveira (2:08:19) aus Portugal waren nur
knapp vor dem Refrather im Germany-Trikot. Das war hart, sehr hart. Aber das
gezielte Training in der Belkaw-Arena hat sich für diesen Moment gelohnt,
erzählt freudestrahlend der erste Gewinner einer internationalen Einzelmedaille
für den TV Refrath.
Heiko Wilmes mit neuer PB und Team-Champion im Halbmarathon
Einfach nur glücklich nach
unglaublichen vier Starts war Vielstarter Heiko Wilmes nach seinem finalen
Rennen am letzten Tag in Aarhus. Denn seine ersten beiden Wettkämpfe liefen
nicht optimal: nach dem Ausstieg beim 10000 m Bahnlauf war auch der 4 km
Crosslauf als 14. der M45 eher durchwachsen. Doch bereits der 5000 m Lauf
zeigte, dass der 48jährige in Form ist. Er lief als 14. mit 17:46,62 min nur
sieben Sekunden über seinem Hausrekord. Nach vielen vergeblichen Versuchen
sollte es am letzten Tag klappen, über 21,1 km unter 1:20 std zu laufen. Das war
sein großes Ziel. Und mit seinem unnachahmlichen Kampfgeist schaffte er es:
1:19:48 std und Platz 12 in der M45. Und dann folgte das goldene Sahnehäubchen:
der EM-Titel und die Goldmedaille mit der M45-Mannschaft mit Frank Schröder
(7./1:18:54) und vor allem dank der überragenden Leistung von Miguel
Modero-Eichwein, der in 1:11:25 std Einzel-Europameister wurde.
Karin Meuser und Ulrich Buchmüller im Finale in die Topten
Unter 2:40 min über 800 zu
laufen und den Endlauf zu erreichen, war das hohe aber nicht unrealistische Ziel
von Karin Meuser. Gleich im ersten von zwei Vorläufen packte die Bergisch
Gladbacherin ihr Herz in beide Hände und lief als Vierte mit 2:39:34 min eine
neue persönliche Bestzeit. Für den Endlauf zwei Tage später hatte
TVR-Lauftrainer Jochen Baumhof nur kurz und knapp geschrieben: alles geben und
genießen. Von den 12 Finalistinnen der W50 lief Karin Meuser als Achte in
2:42,32 min ins Ziel, auf den letzten 200 m leider durch eine Zerrung
gehandicapt. Ein ähnliches Scenario hatte Ulrich Buchmüller. Ein guter vierter
Platz im Vorlauf und eine 4:49:72 min reichten dem Odenthaler über 1500 m zum
klaren Erreichen des Finales. Mit seiner Leistung reihte sich der 57jährige im
Ranking in die Topten ein. Im Endlauf legte Uli Buchmüller noch ein Schüppchen
drauf lief als 10. der M55 mit 4:46:08 min so schnell wie seit drei Jahren nicht
mehr. Zwei EM-Medaillen und alle vier Refrather in den Finals - mit dieser
großartigen Ausbeute und vielen Eindrücken und neuen internationalen
Bekanntschaften traten alle sehr sehr zufrieden aus Dänemark den Heimweg an.
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Autor und Copyright: Jochen Baumhof für Laufen-in-Koeln
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