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Gr√ľn, gr√ľner, Mainova Frankfurt Marathon
 
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05.06.2019 

 

 
Mainova Frankfurt Marathon als Vorreiter in der internationalen Laufszene / Viele Umwelt- und klimafreundliche Ma√ünahmen schon seit 2005 / Drei Photovoltaik-Anlagen in der Stadt / Tausende Olivenb√§ume in der Toskana angepflanzt / ¬ĄWir setzen konsequent auf Nachhaltigkeit¬ď
 
Jedes Jahr ein bisschen gr√ľner: Der Mainova Frankfurt Marathon setzt sein Engagement in Sachen Umweltschutz und Klimafreundlichkeit fort. Ausdauernd und kraftvoll. ¬ĄWir sind auf dem Weg zum ¬āGreen Marathon¬Ď und kommen unserem Ziel Jahr f√ľr Jahr n√§her¬ď, sagt Renndirektor Jo Schindler.
 
Passend zum World Environment Day der Vereinten Nationen (5. Juni) kann sich die Bilanz der Bem√ľhungen sehen lassen. Kein anderer Marathon auf der Welt kann √§hnlich gro√üe Bem√ľhungen vorweisen. Zumal die Organisatoren schon seit dem Jahr 2005 viele Schritte f√ľr die Nachhaltigkeit beim j√§hrlich gr√∂√üten Sportereignis in Frankfurt verwirklicht haben. Das wird von L√§ufern und Partnern gleicherma√üen wertgesch√§tzt.
 
Über 230.000 Euro hat der Mainova Frankfurt Marathon in den vergangenen 14 Jahren in Umweltschutzmaßnahmen investiert. Diese umfassen die Bereiche Catering, Verkehr, Abfall/Entsorgung, Merchandising, Energie/Wasser und Mobilität.
 
Bei der 38. Ausgabe des √§ltesten deutschen Stadtmarathon am 27. Oktober sollen beispielsweise keine Plastikbecher mehr verwendet werden. Letztes Jahr wurden diese noch f√ľr Hei√ügetr√§nke (Tee) an den Verpflegungsstellen genutzt. Gemeinsam mit Getr√§nke-Partner Rosbacher waren schon im Vorjahr drei Viertel der insgesamt 450.000 St√ľck eingesetzten Trinkbecher f√ľr die L√§ufer FSC- und ISO-zertifiziert sowie Pappe. Nun sollen, eingebettet in ein generell verbessertes Abfallkonzept in Abstimmung mit den Entsorgungsbetrieben und der Stabstelle ¬ĄSauberes Frankfurt¬ď, hundert Prozent erreicht werden. Ausgehend von einer eingehenden Analyse des M√ľlls an den Verpflegungsstellen soll das Abfallkonzept weiter verbessert werden.
 
Bei der diesj√§hrigen Ausgabe des Laufklassikers am Main wird der Veranstalter wieder einen Euro je Teilnehmer √ľber die 42,195-Kilometer-Distanz spenden und mit dem Geld die Anpflanzung von Olivenb√§umen in der toskanischen Heimat des Partners Fattoria La Vialla finanzieren. Mit dessen klimafreundlichen Bio-Produkten werden die L√§ufer bei der Fattoria La Vialla ¬Ė Toscana Pasta Party verpflegt. Nach der im Jahr 2017 angelaufenen Aktion konnten f√ľr die Spendensumme von 12.000 Euro 4500 Olivenb√§ume angepflanzt werden, die rund 240 Tonnen CO2 im Jahr binden. Ziel ist nun, dass im kommenden Jahr mindestens 4500 weitere B√§ume angepflanzt werden k√∂nnen.
 
Auf der Strecke und im Zielbereich verpflegt der Sponsorpartner ¬ĄQuerbeet Bio Frischvermarktungs GmbH¬ď alle Teilnehmer mit √ľber 5,5 Tonnen Bio-Bananen und 1,2 Tonnen Bio-√Ąpfeln. Mit Bio-Obst kann der CO2-Fu√üabdruck im Vergleich zu konventioneller Ware um das F√ľnffache gesenkt werden. Die Bio-Verpflegung wird vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) als ¬ĄBest Practice¬ď gelobt.
 
Gemeinsam mit Titelsponsor Mainova setzt der Frankfurt Marathon auf die Kraft der Sonne. Der Veranstalter hat unlängst eine rund 150 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Frankfurter Mainova-Zentrale finanziert. Dort werden jährlich rund 22.500 Kilowattstunden klimafreundlicher Strom produziert, was eine Einsparung von rund 12 Tonnen CO2 bedeutet. Weitere Photovoltaik-Anlagen hatten die Marathon-Macher zuvor schon auf dem Dach einer Schule im Stadtteil Seckbach sowie auf dem von den Läufern beim Marathon hochfrequentierten Rebstock-Parkhaus installiert. Die Marathon-Veranstalter streben an, CO2-neutrale Energie in dem Maße zu erzeugen, wie bei der Veranstaltung, beispielsweise durch den nicht wegzudenkenden Zieleinlauf in die Festhalle, verbraucht wird.
 
¬ĄWir setzen beim Mainova Frankfurt Marathon konsequent auf Nachhaltigkeit¬ď, sagt Renndirektor Schindler. ¬ĄLaufen ist die wohl umweltfreundlichste Art der Fortbewegung. Und wir feiern am letzten Oktober-Wochenende Jahr f√ľr Jahr ein Festival des Laufsports, das so umwelt- und klimafreundlich wie m√∂glich sein soll.¬ď
 
Der Laufklassiker am Main, der sich auch am gro√üen Frankfurter Weltrekordversuch im Gr√ľne-So√üe-Essen (6. Juni) beteiligt, wird seine gr√ľne Expertise k√ľnftig mit anderen Veranstaltern teilen. Streckenchef Manuel Friedrich ist in die neugeschaffene Nachhaltigkeits-Kommission der internationalen Vereinigung der Marathon- und Stra√üenl√§ufe (AIMS) berufen worden.
 
Einen gro√üen Schritt in Richtung ¬ĄGreen Marathon¬ď bedeutet die Ma√ünahme der Messe Frankfurt, ab dem Veranstaltungsjahr 2020 ganz auf √Ėkostrom umzustellen und die Stromversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu gew√§hrleisten. Das Messegel√§nde und die Festhalle sind schlie√ülich so etwas wie die Herzkammern des √§ltesten deutschen Stadtmarathons.
 
Auch die Firma ASICS verst√§rkt ihr gr√ľnes Engagement. Schon seit einigen Jahren werden die Eventline Shirts des Mainova Frankfurt Marathon aus recycelten Materialien hergestellt. In diesem Jahr unterst√ľtzen die Veranstalter ASICS dabei, alte Schuhe und Klamotten (aller Marken) am Marathon-Wochenende einzusammeln. Die Materialien werden recycelt und f√ľr die neue Kollektion wiederverwertet.
 
Dar√ľber hinaus werden die Organisatoren aktiv auf die Teilnehmer zugehen, m√∂glichst keine W√§rmekleidung wie Plastik-Capes und Ponchos vor dem Startschuss anzuziehen, sondern alte Klamotten zum Warmhalten zu nutzen, die nicht mehr ben√∂tigt werden. Diese k√∂nnen abgelegt und einer weiteren Verwendung zugef√ľhrt werden.
 
 
    Der Mainova Frankfurt Marathon 2019 findet am 27. Oktober statt. Anmeldung unter www.frankfurt-marathon.com




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Autor und Copyright: Kai Menze f√ľr Laufen-in-Koeln
Foto: Mainova Frankfurt Marathon