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Vereinssportler sollen bald wieder trainieren d√ľrfen
 
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21.04.2020 

 

Fritz-Jacobi-Sportanlage
 
Sportministerinnen und -minister der Länder erörtern Lockerungen
SMK ber√§t √ľber schrittweise Wiederaufnahme des Sportbetriebs
 
Die Sportministerinnen und -minister der L√§nder haben am 20. April 2020 in einer Telefonkonferenz mit der amtierenden SMK-Vorsitzenden, Bremens Sportsenatorin Anja Stahmann, √ľber Perspektiven zur Wiederaufnahme des Sports und einen stufenweisen Wiedereinstieg in den Trainings- und Wettkampfbetrieb im Rahmen der Corona-Pandemie-Strategie beraten. Dabei nahmen sie auch Stellung zum Spielbetrieb in der Fu√üballbundesliga, den sie nach derzeitigem Beratungsstand ab Mitte oder Ende Mai vor leeren R√§ngen wieder erm√∂glichen w√ľrden. Zu einer abschlie√üenden Einigung ist es an diesem Montag aber nicht gekommen. Sie wird in einigen Tagen in Form eines Umlaufbeschlusses erwartet. Mit der geeinten Position will die SMK dann am Donnerstag kommender Woche (30. April 2020) in die Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zur weiteren √Ėffnung der Gesellschaft in der Corona-Pandemie gehen.
 
"Die Verbreitung des Corona-Virus in Deutschland hat Mitte M√§rz dazu gef√ľhrt, dass Bund und L√§nder einschneidende Beschr√§nkungen im Alltagsleben verf√ľgt haben", sagte die SMK-Vorsitzende. Das treffe auch den Breiten- und den Leistungssport. "Die Bev√∂lkerung insgesamt, aber auch die Sportverb√§nde, Sportvereine und Sporttreibenden haben dies bislang in gro√üer Solidarit√§t mitgetragen." Wegen der Rolle des Sports f√ľr den gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Erhaltung von Gesundheit und Mobilit√§t der B√ľrgerinnen und B√ľrger m√ľsse er in einer "f√ľr die Gesamtsituation verantwortlicher Form schrittweise wieder erm√∂glicht werden". Dabei m√ľssten "die Ziele des Gesundheitsschutzes der Bev√∂lkerung unver√§ndert im Mittelpunkt stehen", betonte die SMK-Vorsitzende. "Ma√ügeblich bleiben daher die Einsch√§tzungen der Virologen."
 
Der Entwurf des SMK-Stufenplans sieht bislang ohne Nennung konkreter Termine vor:
 
In einem ersten Schritt solle im Breiten- und Freizeitsport - gleicherma√üen f√ľr alle Sportarten - der Trainingsbetrieb wieder erlaubt werden, sofern die Sportangebote an der "frischen Luft" stattfinden, also im √∂ffentlichen Raum oder auf √∂ffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen. Dabei m√ľsse ein Abstand zwischen den Sporttreibenden von zwei Metern gew√§hrleistet sein, bei Einhaltung der auch sonst √ľblichen Hygienema√ünahmen. Sport solle zudem "kontaktfrei" ausge√ľbt werden, der Wettkampfbetrieb und Zuschauerbesuche blieben vorerst untersagt. Von den Fachverb√§nden m√ľssten dazu "sportartspezifische Vorgaben" kommen, so die Vorsitzende Anja Stahmann.
  
Der Wettkampfbetrieb, auch ohne Zuschauer, könne erst zu einem späteren Zeitpunkt wiederaufgenommen werden, und auch nur dann, wenn er unter den obengenannten Rahmenbedingungen stattfinde. "Die Wiederaufnahme des Wettkampfbetriebs ist grundsätzlich in jenen Sportarten zuerst denkbar, bei denen die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln gesichert werden kann", sagte die SMK-Vorsitzende Stahmann. Die Zulassung des Wettkampfbetriebs in Kontakt- und Mannschaftssportarten könne erst in einem späteren Schritt wieder zulässig werden.
 
Die Fortsetzung des Spielbetriebes in der Fu√üball-Bundesliga, ebenfalls vor leeren Zuschauerr√§ngen, wird nach derzeitigem Diskussionsstand ab Mitte oder Ende Mai wieder f√ľr vertretbar angesehen. Auf ein genaues Datum haben sich die Ministerinnen und Minister noch nicht festgelegt. Soweit sich die Konzepte bew√§hrten, k√∂nne der Spielbetrieb mit zeitlicher Verz√∂gerung auf die Dritte Liga, die Frauen-Bundesliga und den DFB Pokal ausgeweitet werden.
 
"Die Deutsche Fu√üball-Liga muss dabei strengste hygienische und medizinische Voraussetzungen schaffen, durchsetzen und mit geeigneten Ma√ünahmen √ľberpr√ľfen", sagte die SMK-Vorsitzende. Die Fernsehproduktion bei den Spielen m√ľsse mit geringstm√∂glichem Personal und unter strengen hygienischen Auflagen stattfinden. Die DFL sowie die Vereine m√ľssten zudem ihren Beitrag zu leisten, dass sich bei Geisterspielen "auch im Umfeld der Stadien keine Fangruppen" sammeln, fasste die SMK-Vorsitzende den Stand der Debatte zusammen.
 
Die Fortsetzung des Spielbetriebs in anderen Profi-Ligen in Form von "Geisterspielen" könne möglich werden, sofern die Ligen entsprechende Konzepte erarbeiteten.
 
F√ľr das Training von Berufssportlerinnen und -sportlern sowie Kaderathletinnen und athleten gebe es bereits heute in den meisten Bundesl√§ndern Ausnahmeregelungen. Wo das nicht der Fall sei, sollten das nachgeholt werden. Der DOSB habe bereits am 7. April 2020 eine geeignete Grundlage zur konkreten Umsetzung vorgelegt, die sich als Ma√üstab eigne.
 
 
NACHTRAG: In Rheinland-Pfalz darf seit 20. April wieder auf Sportanlagen trainiert werden.



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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
Quelle: Senatsstelle Bremen
Foto: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln mit schriftlicher Genehmigung