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Berlin-Marathon darf nicht wie gewohnt stattfinden - Und nun?
 
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22.04.2020 

 


Berlin-Marathon darf nicht wie gewohnt stattfinden - Und nun?
 
Laufen-in-Koeln hatte gestern √ľber das AUS des Berlin-Marathon berichtet. Der Berliner Senat hatte beschlossen, dass in der deutschen Hauptstadt bis zum 24. Oktober keine Gro√üveranstaltungen mit mehr als 5.000 Teilnehmern stattfinden d√ľrfen. Darunter f√§llt auch der Berlin-Marathon mit seinen gut 40.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
 
Die Entscheidung kam f√ľr den Veranstalter v√∂llig √ľberraschen, es war mit ihm im Vorfeld nicht abgesprochen und somit erfuhr man es aus den Medien.
 
Und nun? Der Gesch√§ftsf√ľhrer von SSC, J√ľrgen Lock √§u√üert sich dazu wie folgt:
 
In dem Beschluss des Berliner Senat heißt es in der entsprechenden Passage:
 
"(1) √Ėffentliche und nicht√∂ffentliche Veranstaltungen, insbesondere Konzerte und √§hnliche Musikveranstaltungen, Messen, Volksfeste und √§hnliche Veranstaltungen sowie k√ľnstlerische Darbietungen jeder Art mit mehr als 1000 Teilnehmenden d√ľrfen bis einschlie√ülich 31. August 2020 nicht stattfinden.
 
(2) √Ėffentliche und nicht√∂ffentliche Veranstaltungen, insbesondere Konzerte und √§hnliche Musikveranstaltungen, Messen, Volksfeste und √§hnliche Veranstaltungen sowie k√ľnstlerische Darbietungen jeder Art mit mehr als 5000 Teilnehmenden d√ľrfen bis einschlie√ülich 24. Oktober 2020 nicht stattfinden.
 
(3) √Ėffentliche und nicht√∂ffentliche sportliche Veranstaltungen d√ľrfen nur stattfinden, wenn der Austragungsort r√§umlich begrenzt ist, eine Kontrolle des Zugangs zum Austragungsort gew√§hrleistet ist und keine Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen werden. Veranstaltungen nach Satz 1 bed√ľrfen einer schriftlichen Zulassung der f√ľr Sport zust√§ndigen Senatsverwaltung. Die f√ľr Sport zust√§ndige Senatsverwaltung beteiligt das √∂rtlich zust√§ndige Gesundheitsamt. ?C
 
Die Verantwortlichen bei SCC Events warten nun zun√§chst auf die ma√ügeblichen Anordnungen der jeweiligen Bezirks√§mter, bevor sie √ľber die weitere Vorgehensweise entscheiden. "Wenn uns die Unterlagen vorliegen, werden wir diese auch bez√ľglich m√∂glicher Optionen pr√ľfen. So wie es aussieht, planen wir nicht mit dem 27. September", sagte J√ľrgen Lock.
 
W√§hrend mit einer Absage der bedeutendsten deutschen Leichtathletik-Veranstaltung gerechnet werden muss, k√∂nnte eine Verlegung auf einen sp√§teren Termin eine Option sein. Je nachdem wie die Berliner Senats-Verordnung im Detail ausgelegt wird, h√§tte der BERLIN-MARATHON vielleicht auch die M√∂glichkeit, mit einem entsprechend reduzierten und zeitlich aufgeteilten Starterfeld am urspr√ľnglichen Termin stattzufinden - √§hnlich wie der Tokio-Marathon, der am 1. M√§rz ohne Breitensportler und nach entsprechenden Aufrufen auch fast ohne Zuschauer veranstaltet wurde.
 
"Man könnte beim BERLIN-MARATHON auch nur ein Elitefeld laufen lassen", schlug der Initiator und jahrzehntelange Race-Direktor des Rennens, Horst Milde, vor. Spitzensportlich und wirtschaftlich ließe sich das Rennen, das zu den hochkarätigsten Läufen der Welt gehört, so vielleicht zum Teil noch retten.
 



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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
Foto: CC EVENTS / Norbert Wilhelmi