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Heizbare Kompressionstextilien f√ľr Training und Regeneration
 
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01.02.2021 

 

Dehnbar und stabil: Demonstrator einer Textilen Heizung

 
Heizbare Kompressionstextilien f√ľr Training und Regeneration
 
Beim Training und der anschließenden Regeneration spielen Kompression und Wärme eine wichtige Rolle. Die DITF entwickeln im Rahmen eines Forschungsprojektes Sporttextilien, die mit Hilfe von beheizbaren Garnen Kompression mit aktiver Wärme kombinieren.
 
Funktionelle Sporttextilien versprechen Leistungssteigerung. Sie werden inzwischen nicht nur von Profis genutzt, sondern sind im Freizeitsport angekommen. Beim Training und der anschließenden Regeneration spielen Kompression und Wärme eine wichtige Rolle. Die DITF entwickeln im Rahmen eines Forschungsprojektes Sporttextilien, die mit Hilfe von beheizbaren Garnen Kompression mit aktiver Wärme kombinieren.
 
Kompressionstextilien stimulieren nachweislich die Gewebedurchblutung und unterst√ľtzen den Lymphabfluss. Dadurch werden die Muskeln effektiver versorgt und entgiftet. Nach der sportlichen Bet√§tigung bewirkt W√§rme eine schnelle Regeneration von Muskeln, Sehnen und Faszien. Sie steigert das Wohlbefinden und kann sogar den Heilungsprozess beschleunigen, wenn beim Training im Muskel feine Risse oder Entz√ľndungen entstanden sind.
 
F√ľr Kompressionstextilen haben sich maschentechnologische Fertigungsverfahren etabliert. Heizbare Kompressionstextilien werden auf Flachstrickautomaten in einem St√ľck als "full garment"-Teil entwickelt. Dabei m√ľssen empfindliche, dehnstarre leitf√§hige Garne in hochdehnbare textile Fl√§chen integriert werden. Sporttextilien sind gro√üen thermischen, chemischen und mechanischen Belastungen ausgesetzt. Die Kombination von h√§ufigem Waschen, mechanischer Belastung und Schwei√ü stellen hohe Anforderungen an das Material. Im Projekt wird deshalb vor allem der Verschlei√ü von leitf√§higen Garnen untersucht.
 
Damit das Textil in der Praxis besteht und marktf√§hig werden kann, wird neben dem optimalen Garn auch ein robustes textiles Zuleitungskonzept entwickelt, das die Heizfl√§chen mit Energie versorgt. Optimierte Strickbindungen haben die Aufgabe, Kurzschl√ľsse zu verhindern und sorgen daf√ľr, dass sich das Textil nicht lokal erhitzt, also keine sogenannten "Hotspots" entstehen.
 
Neben den Textilien wird im Projekt auch die Elektronik zur Energieversorgung entwickelt.
 
Das Forschungsprojekt wird im Rahmen des Zentralen Innovationsprogrammes Mittelstand (ZIM) gef√∂rdert. Projektpartner sind warmX aus Apolda und das Ingenieurb√ľro G√ľnter aus Esslingen.



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Autor und Copyright: Deutsche Institute f√ľr Textil- und Faserforschung Denkendorf
Foto: DITF