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Auch Sportlerpsyche leidet unter Lockdown
 
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13.02.2021 

 

 
Der Lockdown mit seinen Einschr√§nkungen in vielen Lebensbereichen wirkt sich auch auf die Motivation von Sportlerinnen und Sportlern zum Trainieren sowie deren Psyche insgesamt aus. Das ergab eine k√ľrzlich ver√∂ffentlichte Studie von Forscherinnen und Forschern des Instituts f√ľr Sportpsychologie der Universit√§t Leipzig.
 
Sie befragten zwischen April und Mitte Mai 2020 online deutschlandweit 51 Athletinnen und 44 Athleten aus verschiedenen Sportarten. 33 Befragte gaben an, w√§hrend des Lockdowns eine geringere Trainingsmotivation zu haben als unter Normalzust√§nden. Bei der Erfragung des emotionalen Zustandes stellte sich heraus, dass die Sportlerinnen und Sportler mit gesunkener Motivation oft auch w√ľtender, trauriger und gestresster waren als in fr√ľheren Zeiten.
 
Vor allem Frauen waren davon betroffen. So gaben 23 Sportlerinnen und im Vergleich dazu nur 10 Sportler an, eine reduzierte Trainingsmotivation während des Lockdowns zu haben, wobei kein Unterschied zwischen den Einzel- und Mannschaftssportarten festgestellt wurde.
 
?W√§hrend des Lockdowns im M√§rz wurden unter anderem auch die Sportst√§tten geschlossen. Dadurch konnten viele Athletinnen und Athleten ihre Sportart nicht wie gewohnt aus√ľben und trainieren. Da noch nicht viel √ľber die psychologische Reaktion der Sporttreibenden auf die Pandemie und den Lockdown bekannt ist, war es das Ziel der Studie, Ver√§nderungen in der Trainingsmotivation und deren Zusammenhang mit psychologischen Variablen bei Athleten und Athletinnen zu erfassen?, sagt Sportwissenschaftler Oliver Leis, Co-Autor der Studie.
 
Es gibt auch Positives zu berichten: Bei 39 Befragten gab es keine Unterschiede in der Motivation; 23 berichteten, sogar motivierter als sonst zu sein.
 
Bei der Erfragung des emotionalen Zustandes konnten die Teilnehmenden dar√ľber hinaus berichten, welche Probleme sie haben, auf welche Bew√§ltigungsstrategien sie zur√ľckgreifen, welche Unterst√ľtzung sie erhalten und ob sie sich weitere Unterst√ľtzung w√ľnschen. Insbesondere die geschlossenen Sportst√§tten erwiesen sich in diesem Zusammenhang als Problem. Auch das Fehlen der sozialen Kontakte wurde h√§ufig genannt.
 
Als Hauptbew√§ltigungsstrategie haben 97 Prozent der Befragten Online-Trainingsangebote und -Formate genutzt. Online-Plattformen und soziale Medien waren beliebt, um Kontakte zu Gleichgesinnten zu halten. Ein geregelter, strukturierter Alltag habe auch vielen geholfen, diese Phase psychisch zu bew√§ltigen, hei√üt es in den Studienergebnissen. Zus√§tzlich gaben 42 Prozent der Befragten an, dass die Familie eine wichtige Rolle bei der Unterst√ľtzung spielt. Weitere Hilfe erhielten die Teilnehmenden von Freunden, Lebenspartnern und Trainern.
 
Die Befragten waren mehrheitlich Amateursportlerinnen und -sportler aus Individual- und Teamsportarten, die vor dem Lockdown im Durchschnitt acht Stunden pro Woche aktiv trainierten und pro Jahr an zwölf Wettkämpfen teilnahmen. Im Durchschnitt waren sie 22 Jahre alt.



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