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Historie: Der Köln-Marathon vor dem Köln-Marathon
 
 
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16.03.2021  

 
 

 
Der Marathon im sportlichen Ambiente

Als der "Kölner Verein für Marathon e.V." 1997 seinen "1. Köln-Marathon" durchführte, wurden schnell Stimmen laut, dass das ja gar nicht der erste Köln-Marathon sei. Diese Einwände waren durchaus berechtigt. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass bereits ab den 70er-Jahre die Leichtathletikabteilung des Polizeisportverein 1922 e.V. Köln (PSV Köln) unter dem Titel "Internationaler Marathonlauf" über viele Jahre einen Marathon "Rund um das Kölner Stadion" veranstaltete. Der von Willi Haman organisierte Lauf fand damals als Frühjahrsmarathon statt.
 
Nach dem Start wurde erstmal in einer Einführungsrunde das damalige "Müngersdorfer Stadion" umrundet. Ganz vorne mit der Startnummer 217, der spätere Sieger Helmut Urbach
 
Austragungsort des Marathon war der Sportpark Müngersdorf. Also genau da, wo 50 Jahre zuvor das Deutsche Turnerfest stattfand. Der Startschuss fiel morgens um 9 Uhr, auf dem Olympiaweg, südlich vom Radstadion. Vor ihnen lag ein 5 Mal zu absolvierender 8168m langer Rundkurs durch den Stadtwald, durch die Wohnsiedlung von Junkersdorf und am Hallenbad der Sporthochschule vorbei. Um auf die für einen Marathon nötigen Gesamtkilometer zu kommen, absolvierten die Läuferinnen und Läufer nach dem Start eine Einführungsrunde, rund um das damalige Müngersdorfer Stadion. Der Zieleinlauf befand sich auf dem Oskar-Rehfeldt-Weg.
 
In die Veranstaltung war übrigens noch ein Lauf über 10km eingebunden, der 10 Minuten nach dem Marathon startete.
 

Streckenverlauf im Stadtwald

 

Streckenverlauf durch Wohnviertel von Junkersdorf

 
Der damalige Köln-Marathon war ein schöner Mix aus Landschaft und Wohngebiet. Die Austragung mit Start und Ziel im Sportpark verlieh der Veranstaltung natürlich eine ganz besondere, sportliche Note.
 
Ein Blick in die Ergebnislisten zeigt, dass es damals recht ambitioniert zuging, es wurden Zeiten unter 2:30 Stunden gelaufen. Einer der die Starterfelder regelmäßig anführte und viele Siege einfuhr, war der unverwüstliche Langstreckenläufer Helmut Urbach. Damals noch im Vereinstrikot des GSV-Porz erklomm er als Einzelstarter und in der Mannschaftswertung das Siegertreppchen. Das galt vor allem bei den damaligen Kreismeisterschaften des LVN-Kreis Köln. - Wobei, bei der Erstauflage lief es nicht so glatt. Der Porzer Leray gab den Lauf enttäuscht auf, und somit war die Marathonmeisterschaft verloren, dennoch errang die GSV-Mannschaft mit Helmut Urbach, E. Püchner, H. Grüneberg und H. Dieerichs die Vizemeisterschaft, unter der Betreuung von D. Raudsep, hinter dem ASV Köln vor Bayer Leverkusen. In der zweiten Auflage gewann Helmut Urbach in der Einzelwertung den Marathon in 2:28:31 Stunden und damit wieden den "Marathonmeister-Titel". In der dritten Auflage gewann Helmut Urbach erst im Spurt mit 2:27:56 Stunden knapp vor Horst Vybril mit 2:28:06 Stunden von der LG Marl-Bertlich, die gemeinsam vom Start weg bis zum Ziel zusammenblieben.
 

Zieleinlauf vor den Abelbauten, in den Oskar-Rehfeldt-Weg

 
Der Marathon war insbesondere bei ambitionierten Sportlern eine gern gesehen und beliebte Veranstaltung. So war es z.B. bei der 5. Auflage nicht verwunderlich, dass etliche Läufer, die bei den Deutschen Marathonmeisterschaften eine Woche zuvor in Nürnberg aufgaben hatten, an den Start gingen, um sich zu rehabilitieren. Einer von ihnen der spätere Sieger, Heiko Liebich aus Düsseldorf, der den Wettbewerb in 2:27:48 für sich entscheiden konnte. Platz zwei belegte der 100 km-Spezialist Helmut Urbach, der sich bereits zuvor schon in die Siegerlisten eintragen konnte.
 
Startete die Veranstaltung anfangs mit 111 Marathonis und 65 10km-Teilnehmern, waren es in der dritten Auflage schon 222 Teilnehmer in der Königsdisziplin und 134 Läuferinnen und Läufer beim 10er. Der Erfolg dieser Marathonveranstaltung sollte noch bis in die Ende der 80er Jahre andauern.
 
Die ältere Generation an Läuferinnen und Läufer weiß es aber noch besser. Es gab früher noch weitere Marathon in Köln. So veranstaltete z.B. 1991 der GSV-Porz unter der Leitung von Helmut Urbach in Köln-Porz selbst einen Marathonlauf. Hier galt es 4 Runden zu absolvieren.
 
Der am 15. März 1996 gegründete "Kölner Verein für Marathon e.V." verfolgte mit seiner Veranstaltung hingegen ein anderes Ziel, nämlich einen Stadtmarathon in Köln auszurichten, ganz nach dem Vorbild wie z.B. in New York. Ihr Konzept kam weltweit an und hat heute noch Bestand.
 
Streckenplan:
 
 









Urkunden (Auswahl):
 
 
     
 
     
 
     
   
     
 




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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
Fotos und Urkunden: Helmut Urbach

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