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Ein Lauf wird wahr - Am Sonntag startet der Frankfurt-Marathon
 
 
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28.10.2022  

 
 

 
Große Vorfreude auf die Rückkehr des Mainova Frankfurt Marathon / Elitefeld lässt Weltklasse-Laufsport erwarten / Die Deutschen Hendrik Pfeiffer und Filimon Abraham wollen 2:10-Schallmauer brechen / "Da schwingen viele Emotionen mit"
 
Drei Jahre Wartezeit sind vorüber! Der Mainova Frankfurt Marathon kehrt nach pandemiebedingter Unterbrechung zurück ? mit einem erlesenen internationalen Spitzenfeld, aussichtsreichen deutschen Athleten und wohl rund 20.000 Teilnehmern aus 110 Nationen an allen Wettbewerben des Rennwochenendes. Eine sonnige Laufsport-Party ist garantiert in der ganzen Stadt. Über 11.500 Teilnehmende sind aktuell für die volle Marathondistanz angemeldet. Kurzfristige Nachmeldungen sind bis Samstagabend noch möglich in der Marathonmall auf dem Messegelände.
 
"Ein sehr langer Lauf nähert sich für uns dem Ziel. Wir freuen uns fantastisch über die Möglichkeit, den Marathon neu zu starten", sagt Renndirektor Jo Schindler. "Es hat aufs Gemüt geschlagen, wenn man zwei Jahre lang nur für den Papierkorb arbeitet. Wir wären aber schlechte Langstreckenläufer, wenn wir diese lange Etappe nicht geschafft hätten. Es ist großartig, wenn die vielen Vorbereitungen und Pläne jetzt Realität werden. Da schwingen viele Emotionen mit. Wir freuen uns sehr auf die Läuferinnen und Läufer, es wird ein ganz besonderer Tag für uns alle werden."
 
Im spitzensportlichen Bereich sind hochklassige und spannende Rennen zu erwarten beim ältesten deutschen Stadtmarathon, der das World Athletics Elite Label trägt. Der 21-jährige Äthiopier Gebru Redahgne führt mit einer Bestzeit von 2:05:58 Stunden die Eliteliste an. Im Feld der Frauen finden sich drei Athletinnen, die bereits schneller als 2:22 gelaufen sind. Die Kenianerin Selly Kaptich weist mit 2:21:06 Stunden den besten persönlichen Rekord auf.
 
"Die Athleten sind heiß. Sie hatten lange Zeit keine Startmöglichkeiten. Man hat bei vielen Marathons einen Leistungssprung gesehen, das können wir auch am Sonntag erleben", sagt der Sportliche Leiter Christoph Kopp. Im Männer-Rennen könnte es eine Siegerzeit im Bereich von 2:05 Stunden geben, die besten Frauen hegen sogar Ambitionen auf Zeiten unter 2:20 Stunden.
 
Die bekanntesten deutschen Starter beim Mainova Frankfurt Marathon sind Hendrik Pfeiffer (2:10:18 Stunden), Filimon Abraham, der seinen ersten Marathon finishen will, Laura Hottenrott (2:28:02) und Thea Heim (2:36:10).


Newcomer & Mister Frankfurt: Die Favoriten bei den Männern
 
Gebru Redahgne ist noch ein Newcomer im internationalen Laufsport. 2021 lief der Äthiopier erstmals außerhalb seines Heimatlandes, in diesem Frühjahr steigerte er sich in seinem zweiten Marathon in Barcelona auf 2:05:58 und wurde Zweiter. Gebru Redahgne will nun die schnelle Frankfurter Strecke nutzen, um sich weiter zu verbessern. "Ich habe gut trainiert und möchte meine Bestzeit unterbieten", gibt er sich zuversichtlich. Die erste Rennhälfte soll mithilfe von Tempomachern im Bereich von 62:45 Minuten angelaufen werden.
 
Aus Kenia kommt ein Läufer zum Mainova Frankfurt Marathon zurück, der im aktuellen Elitefeld als "Mister Frankfurt" gelten muss: Martin Kosgey ist schon viermal am Main gestartet und zeigte dabei enorm konstante Leistungen. Zweimal war er in der Festhalle bereits Zweiter (2016 und 2018) sowie zweimal Vierter (2017 und 2019). Der 33-Jährige stellte dabei 2018 auch seine persönliche Bestzeit von 2:06:41 auf. "Ich werde sicher in der ersten Gruppe laufen. Eine neue Bestzeit und auch der Sieg sind möglich für mich", sagte der dreifache Familienvater. "Frankfurt ist für mich wie ein Zuhause. Ich fühle mich wohl hier."
 
Sein 29-jähriger Landsmann Charles Ndiema kommt mit einer aktuellen persönlichen Bestzeit von 2:08:12 Stunden an den Start, die er im Frühjahr in Wien erzielte. Den Frankfurt Marathon hat er vor drei Jahren auf YouTube entdeckt und die Übertragungen angesehen. Seither ist dieses Rennen ein großes Ziel für ihn. "Ich bin bereit für eine schnelle Zeit und werde solange es geht in der Spitze bleiben", sagt Ndiema.
 
Betesfa Getahun aus Äthiopien, der mit 2:05:28 ursprünglich die Meldeliste angeführt hatte, musste kurzfristig absagen und wird nicht in Frankfurt starten.


Deutsche Topläufer Hendrik Pfeiffer und Filimon Abraham: Unter 2:10 als Ziel
 
Hendrik Pfeiffer will seine aktuell gute Form auf der flachen Frankfurter Strecke nutzen, um seinen persönlichen Rekord von 2:10:18 Stunden zu unterbieten. "Ich traue mir eine Bestzeit zu und möchte natürlich gerne die 2:10-Stunden-Marke knacken", sagt der 29-jährige Läufer des TV Wattenscheid, der bei den Europameisterschaften in München im August Platz 24 belegte und dabei mit dem deutschen Team die Silbermedaille in der Europa-Cup-Wertung gewann. "Es geht um eine gute Zeit für mich. Ich habe mich entsprechend vorbereitet. Ich freue mich sehr, mein Rennen vor deutschem Publikum zeigen zu können."
 
Filimon Abraham will ebenfalls 2:10 unterbieten und zu den deutschen Top-Marathonläufern aufschließen. Nachdem er im Frühjahr bei seinem Debüt in Hamburg nicht ins Ziel kam, wird der 29-Jährige, der bei der EM in München Platz 19 im 10.000-Meter-Finale belegte, nun einen zweiten Anlauf nehmen. "Ich bin in guter Form. Mein Ziel ist es, unter 2:10 Stunden ins Ziel zu kommen", sagte der aus Eritrea stammende Filimon Abraham, der sich über sieben Wochen hinweg in Addis Abeba auf den Mainova Frankfurt Marathon vorbereitet hat. Dort hatte er sich der hochkarätig besetzten Gruppe des äthiopischen Trainers Tessema Abshero angeschlossen.
 
Wenn Pfeiffer und Abraham ihre Ziele erreichen, könnten beide die Norm von 2:09:40 Stunden für die WM 2023 in Budapest erbringen. Pfeiffer will seine Chance nutzen: "Filimon und ich können gut zusammenarbeiten. Zuerst orientieren wir uns an der Halbmarathon-Durchgangszeit von 65:00 Minuten. Wenn es richtig gut läuft, kommen wir vielleicht bei 2:09 oder 2:08 an. Ein kleines Risiko kann ich gehen."
 
Christoph Kopp sieht gute Perspektiven: "Wir stehen in Deutschland im Marathon ganz gut da. Für Hendrik und Filimon sind die Chancen gegeben, in die Top-8 zu laufen. Sie sollen sich an den Fahrplan halten, dann sind sie auch für Überraschungen gut."


Starke Frauen-Spitze will 2:20er-Marke angreifen
 
Mit acht Läuferinnen, die bereits Zeiten unter 2:25 Stunden gelaufen sind, drei davon mit Bestzeiten von unter 2:22, hat der Mainova Frankfurt Marathon im Frauenrennen viel Qualität am Start. Selly Kaptich ist die schnellste Läuferin auf der Startliste. Die 36-jährige Kenianerin, die zehn Jahre lang für ein japanisches Firmenteam lief, stellte beim Berlin-Marathon 2019 als Dritte mit 2:21:06 ihre Bestzeit auf. Kaptich, die 2014 Bronze bei der Halbmarathon-WM gewonnen hatte, lief 2020 einen weiteren sehr starken Marathon: In Tokio wurde sie Vierte in 2:21:42. "Ich habe eine gute Chance auf eine persönliche Bestleistung und bin bereit dafür. Auch eine Zeit unter 2:20 und sogar der Streckenrekord sind möglich", zeigte sich Kaptich optimistisch.
 
Die schnellste bisher in Frankfurt erzielte Marathonzeit einer Frau steht bei 2:19:10 Stunden, gelaufen von Valary Aiyabei im Jahr 2019. Mit einer Bestzeit von 2:21:27 reist Helah Kiprop nach Frankfurt. Die Vize-Weltmeisterin im Marathon von 2015 lief ihren persönlichen Rekord in Tokio 2016. In diesem Jahr meldete sich Helah Kiprop mit einem Sieg beim Kopenhagen-Marathon in 2:24:10 zurück. Die 37-Jährige lief übrigens schon einmal beim Mainova Frankfurt Marathon und stellte dabei ihre damalige persönliche Bestzeit auf: 2014 war sie Fünfte in 2:27:14.
 
Die dritte Läuferin, die bereits unter 2:22 Stunden gelaufen ist, ist Yeshi Chekole. Die Äthiopierin steigerte sich im Februar beim Sevilla-Marathon auf 2:21:17 und belegte damit Rang drei. "Ich möchte eine persönliche Bestleistung erbringen und eine gute Platzierung erreichen", sagte sie. Chekole bereitete sich vier Monate auf Frankfurt vor und fühlt sich in guter Form.
 
Zu beachten sein wird auch Gladys Chepkurui. Die Kenianerin lief in Paris im Frühling 2:28:55. Ihre in diesem Jahr erzielten Bestzeiten von 30:48 (10 km) und 68:09 (Halbmarathon) deuten aber darauf hin, dass sie Zeitbereiche um 2:22 erreichen kann.


Deutsche Favoritinnen Hottenrott und Heim mit Bestzeit-Ambitionen
 
Mit Laura Hottenrott (PSV Grün-Weiß Kassel) hat eine deutsche Topläuferin einen Start in Frankfurt anvisiert. Die 30-Jährige, die eine Bestzeit von 2:28:02 aufweist, konnte im Sommer aufgrund einer Corona-Infektion nicht bei der WM starten. Da sie im September den anspruchsvollen, an Höhenmetern reichen Jungfrau-Marathon gelaufen ist, gilt es abzuwarten, in welcher Form sie in Frankfurt sein wird.
 
Zur erweiterten deutschen Spitze zählt Thea Heim (LG Telis Finanz Regensburg), die in Frankfurt versuchen wird, ihre Bestzeit von 2:36:10 aus Hamburg 2019 zu unterbieten. Die 30-Jährige ist eine Ausnahmeerscheinung im Elitefeld, da sie Vollzeit als IT-Spezialistin in einem Versicherungsunternehmen arbeitet. 38 Stunden pro Woche arbeitet sie an der Programmierung von Web-Applikationen. Ihr Training absolviert sie abends und manchmal auch in der Früh ? genauso wie viele Tausende Hobbyläuferinnen und -läufer im ganzen Land: "Die Tage sind manchmal sehr vollgepackt in einer Marathonvorbereitung, aber für drei Monate ist das möglich", sagt sie. "Nur Laufen ist nicht mein Ding. Ich habe das bewusst so entschieden. Die Kombination Beruf und Laufen ist gut für mich."
 
Bereits neunmal hat Thea Heim in Frankfurt am Staffelmarathon teilgenommen. Am Sonntag hofft sie auf der vollen Distanz auf eine Zeit um 2:33 Stunden: "Ich freue mich besonders auf den Einlauf in der Festhalle. Wichtig ist, dass man sich von der großartigen Stimmung am Beginn nicht zu viel mitreißen lässt, um am Schluss noch Energie zu haben."


Große Unterstützung von Stadt Frankfurt und Hauptsponsor Mainova
 
Mike Josef, Sportdezernent der Stadt Frankfurt, betonte den Stellenwert des Events: "Der Mainova Frankfurt Marathon gehört zu den Highlight-Sportveranstaltungen der Stadt. Das steht außer Frage. Deshalb bin ich Jo Schindler und allen Beteiligten sehr dankbar, dass der Lauf wieder neu startet. Es ist für viele Menschen ein Traum, hier mitzulaufen. Gerade in der jetzigen Zeit braucht es Ziele und Träume für die Menschen, das bietet der Marathon mit seinen vielen besonderen Momenten." Im Mitarbeiterkreis der Stadt hat Mike Josef selbst stark mobilisiert. "100 Läufer:innen für 100 Jahre Sportamt" gehen am Sonntag an den Staffelstart.
 
Ferdinand Huhle, Bereichsleiter Konzernkommunikation bei der Mainova AG: "Wir haben in schwierigen Zeiten unser Sponsoring verlängert. Es ist eine besonders große Freude, dass diese Laufveranstaltung wieder viele Menschen bewegen wird. Der Marathon ist Emotion pur, eine hochprofessionelle Veranstaltung, die großartige Bilder und Impressionen hervorbringt." Aus dem Mitarbeiterkreis werden 250 StarterInnen im blauen Mainova-Shirt auf die Strecke gehen.
 
Jo Schindler räumt den Spitzenleistungen in diesem Jahr nicht die oberste Priorität: "Es ist in diesem Jahr nicht so wichtig, auf eine bestimmte Zeit zu schielen. Natürlich wäre es schön, wenn schnell gelaufen wird, aber das steht nicht so im Fokus. Wir haben drei Jahre für dieses Rennen gearbeitet. Es wäre schön, wenn alle happy nach Hause gehen - die Spitzenläufer genauso die Hobbyläufer."


Im deutschsprachigen Raum ist die Liveübertragung des hr-Fernsehens im TV und Stream
 
Eine internationale Übertragung mit englischem Kommentar ist in über 80 Ländern auf allen Kontinenten verfügbar. Dieses Weltbild hat ein Potenzial für 81 Millionen Zuseher. Ein Livestream dieser Übertragung ist auf www.frankfurt-marathon.com zu sehen.

 

Eliteathleten mit persönlichen Bestzeiten

Männer:

Gebru Redahgne ETH 2:05:58

Martin Kosgey KEN 2:06:41

Balew Yihunie Derseh ETH 2:07:22

Asefa Mengisa ETH 2:07:47

Charles Ndiema KEN 2:08:12

Brimin Misoi KEN 2:08:41

Deresa Ulfata ETH 2:08:42

Dominic Letting KEN 2:09:30

Hendrik Pfeiffer GER 2:10:18

Stephen Mugambi KEN 2:11:39

Justino da Silva BRA 2:13:31

Edson Arruda BRA 2:14:35

Justin Mahieu BEL 2:14:43

Filimon Abraham GER - - -

Linus Maruka KEN Debüt

Ashenafi Gebru ETH Debüt

Eyob Solomun ERI Debüt

Merhawi Ghebreslasie FRA Debüt

Frauen:

Selly Kaptich KEN 2:21:06

Yeshi Chekole ETH 2:21:17

Helah Kiprop KEN 2:21:27

Atalel Anmut Dargie ETH 2:22:21

Juliet Chekwel UGA 2:23:13

Jackline Chepngeno KEN 2:24:21

Serdana Trofimova KGZ 2:24:38

Zinash Lema ETH 2:24:55

Meseret Abebayehu Alemu ETH 2:25:18

Caroline Jepchirchir KEN 2:26:11

Laura Hottenrott GER 2:28:02

Gladys Chepkurui KEN 2:28:55

Martha Akeno KEN 2:29:00

Sofiya Yaremchuk ITA 2:29:12

Thea Heim GER 2:36:10

 

    www.frankfurt-marathon.com

 





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Autor und Copyright: Alexander Westhoff für Laufen-in_koeln
Fotos: Mainova Frankfurt Marathon

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