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Detlev Ackermann

 
   
 
   
 
 

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Mammutmarsch im Ruhrgebiet - 18 Wanderer durch Giftpflanze verletzt
 
 
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21.07.2024  

 
 

Symbolfoto: Wanderer mit Bärenklau am Wegesrand
 
Wenn Städter in der Natur unterwegs sind:
Gefährliche Begegnungen beim Mammutmarsch in Essen

 
Während urbane Abenteuerlustige oftmals die unberührte Natur suchen, führt ihr Weg nicht selten durch weniger bekannte Gefahren. Ein solches Ereignis überschattete dieses Wochenende den "Mammutmarsch" in Essen, bei dem Teilnehmer eine schmerzhafte Begegnung mit einer Giftpflanze hatten.
 
Die Veranstaltung, die am Samstag im Grugapark begann, lockte hunderte Wanderbegeisterte zu einer 100 Kilometer langen Route durch Nordrhein-Westfalen. Die Strecke, die sich von Essen aus durch diverse Städte, einschließlich Velbert, schlängelte, sollte eine Herausforderung und ein Triumph über die eigenen Grenzen darstellen. Doch was als körperliche Ertüchtigung begann, endete für einige Teilnehmer in einem medizinischen Notfall.
 
Kurz nachdem die Wanderer am Sonntagnachmittag das Ziel erreicht hatten, meldeten sich vermehrt Verletzte. Die Ursache: Kontakt mit dem Riesen-Bärenklau, einer Pflanze, die aufgrund ihrer giftigen Eigenschaften in Deutschland als hochgefährlich eingestuft wird. Die Feuerwehr und mehrere Rettungswagen rückten an, um den 18 betroffenen Personen Erste Hilfe zu leisten und sie medizinisch zu versorgen.
 
Der Riesen-Bärenklau ist nicht nur aufgrund seiner imposanten Erscheinung bekannt, sondern vor allem wegen der enthaltenen Furocumarine, die bei Berührung und anschließender Sonneneinwirkung schwere Hautreaktionen hervorrufen können. "Die Reaktion ähnelt Verbrennungen zweiten Grades", erklärte Notarzt Dr. Christian Busch. Die betroffenen Hautstellen können jucken, sich röten und Blasen bilden, was oft wochenlange Behandlungen nach sich zieht.
 
Die Veranstalter hatten die Strecke sorgfältig geplant und auf Sicherheit geprüft, doch das schnelle Wachstum des Riesen-Bärenklaus entlang von Wiesen und Waldrändern machte eine vollständige Eliminierung der Gefahr unmöglich. Dieser Vorfall ist eine ernüchternde Erinnerung daran, dass die Natur, so schön sie auch sein mag, ihre eigenen Risiken birgt.
 
Für die Zukunft planen die Organisatoren des Mammutmarschs, die Routen noch intensiver auf solche Gefahren zu prüfen und die Teilnehmer besser über potenzielle Risiken aufzuklären, um ähnliche Vorfälle zu vermeiden. Das Ereignis hinterlässt nicht nur bei den Betroffenen, sondern auch in der Gemeinschaft der Wanderer einen tiefen Eindruck über die Notwendigkeit, die Natur mit Respekt und Vorsicht zu genießen.



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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln


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