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Winterlaufserie des GSV-Porz startete zu seiner 21. Auflage
 
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29.01.2005 

 

Am 23. Januar startete die 21. Auflage der Winterlaufserie des GSV-Porz. Die letzten Jahre √ľber wegen Bauarbeiten der Bahn in Leidenhausen auf ein Schulzentrum ausgewichen, konnte die im Rheinland beliebte Serie nun endlich wieder in den heimischen Gefilden stattfinden. Der neue Austragungsort auf altem Boden spiegelte sich auch in den Teilnehmerzahlen wieder, die im Vergleich zum Vorjahr eine h√∂heres L√§uferaufkommen aufwies. Mit rund 960 Aktiven hat man zwar noch nicht den alten Stand erreicht, kann sich aber zuversichtlich und zufrieden zeigen. Die Starterliste las sich fast wie ein regionales St√§dteverzeichnis. Aus allen, vor allem aber auch entferntesten Winkeln des Landes war man angereist.
 
Die Serie besteht aus 3 Laufveranstaltungen, die im 14t√§gigen Abstand ausgetragen werden. Dem Serien-Finisher winkt nach Abschluss des dritten, erfolgreich absolvierten Laufes auf Wunsch entweder ein Pokal oder Badetuch. Wobei man fairerweise auch sagen muss, dass ein Pokal doch eine gewisse Anziehungskraft aus√ľbt und so mach L√§ufer zur Teilnahme anlockt. Die Badet√ľcher sind im Vergleich aber nicht unbedingt unbeliebter. Hieran erfreuen sich mehr die funktional denkenden Teilnehmer, denen eine Auszeichnung in Form eines Pokals nicht so wichtig ist.¬†¬†¬†
   
 

Helmut Urbach

 

Moderiert wurde die Veranstaltung vom Chef, Helmut Urbach pers√∂nlich. Er begr√ľ√üte die vorbeilaufenden Aktiven mit Namen und empfing sie im Zielbereich. Die Zuschauer unterhielt er mit allerlei wissenswerten aus dem aktuellen, internationalen Laufgeschehen. So z.B., dass der dreimalige Sieger des Bonner Marathon, Mikhail Minukin (31) bei einem Raub√ľberfall in St. Petersburg niedergestochen und lebensgef√§hrlich verletzt wurde.
 
Die Laufstrecke, einem amtlich vermessenen 5km Rundkurs, besteht zu 75% aus Asphalt, f√ľhrt durch das Erholungsgebiet, K√∂ln-Porz-Eil-Leidenhausen und ist absolut flach. Sie gilt als ideale Laufstrecke im Winter und empfiehlt sich laut Veranstalter als Vorbereitung f√ľr den K√∂nigsforstmarathon und Halbmarathon. Ob man nach diesem dreiteiligen Wettkampftraining allerdings in der Lage sein wird, den von Helmut Urbach im Jahre 1973 aufgestellten Streckenrekord von 2:25:46 Stunden zu knacken, sei hier erstmal dahingestellt.¬†¬†
 
Den Anfang machten 10:30 Uhr rund 19 Walker, die eine Runde zur√ľcklegten. Als Spezialist f√ľr diese Disziplin erwies sich Hajo Siewer, M50, vom SC Olpe e.V., der als erster die Ziellinie erreichte. Nicht weniger beeindruckend war aber vor allem auch die Leistung des M75er Christian Dohmen vom TV Derichsweiler, der vier Minuten sp√§ter als Vierter die Wettkampfstrecke zur√ľcklegte und sich f√ľr sein Alter noch recht fitt zeigte. Schnellste Frau war die W55er Erna Z√ľhlsdorf vom Walking GSV Porz. Sie absolvierte die Strecke in 37:44 Minuten. Dass Walking nicht nur was, dem Ger√ľcht folgend, f√ľr √§ltere Menschen ist, demonstrierte die 19j√§hrige Alexandra Gr√§bing des Moerser TV von 1850 mit ihrer Teilnahme.
 
Als n√§chstes traten die Altersklassen M/W 3 bis M/W 15 in den Wettkamp. Sie legten hierzu eine 1.000m Strecke zur√ľck. Das 228 gro√üe, in zwei Gruppen aufgeteilte Teilnehmerfeld, f√ľhrte zum Schluss im Gesamtranking Lukas Reipen an. Der M15er vom SC Olpe siegte an dem Tag mit 3:16 Minuten. Auf Platz vier mit 3:37Minuten, folgte die schnellste Nachwuchsl√§uferin. Florentine Exner vom SSF Bonn f√ľhrte hier das Frauenfeld an.
 
10:55 Uhr trafen sich die Teilnehmer des 5km Laufes hinter der Startlinie. 195 Aktive z√§hlte man im Ziel, angef√ľhrt von Tarik Bourrouag vom TSV Bayer Leverkusen, der schon nach 15:22 Minuten im Zielkanal eintraf. 1:29 Minuten sp√§ter n√§herten sich Christian Werth und Andreas Menz dem Ziel, die in einem fast Kopf an Kopf Rennen um den zweiten Platz k√§mpften. Das Duell mit 3 Sekunden Vorsprung gewann jedoch der dem Remscheider SV angeh√∂rige Christian. Bei den Frauen hatte Eva Heithoff vom DSD D√ľsseldorf die Nase vorn. Die W35igerin erzielte nach 19:31 Minuten den Sieg im Frauenfeld.¬†

 
 

Manfred Blasberg ruft zum Start auf

 

Die meisten Teilnehmer waren im 10km Wettkampf zu finden. 518 hatte man hier gez√§hlt. Aus Erfahrung wird daher das Feld in zwei Startgruppen aufgeteilt, um die Strecke, insbesondere in der Anfangsphase nicht zu verstopfen. Den Anfang machten 11:20 Uhr die Altersklassen Sch√ľler/innen, Frauen und M√§nner von M35 bis M45. Eine Stunde sp√§ter gingen Jugend, Jun. M30 und M35 bis M45 auf sie Strecke. Der Start vollzog sich fast wie bei einem Autorennen. Das Startkommando gab Manfred Blasberg, der die Aktiven mit einem Fahnenschwenker auf die Piste schickte. Nach wenigen Kilometern entzerrte sich das Starterfeld schnell in eine fast endlose L√§uferkette. Was tat sich in der zweiten Runde? Wie ein Puma rannte der 22j√§hrige Mike Mariathasan vom fast gleichnamigen Verein 'LAZ Puma Troisdorf' den Rundkurs ab. Mit sicherem Abstand von fast 30 Sekunden f√ľhrte er als Schnellster das L√§uferfeld an und siegte nach nur 31:02 Minuten. Da war es f√ľr die Zuschauer schon fast langweilig, mit weitem Abstand folgten jeweils die N√§chstplatzierten. Andreas Rester mit 31:34 Minuten und Andreas Winterholler nach 32:49 Minuten. Bei den Frauen kamen die ersten zwei Siegerinnen aus K√∂ln. Auch hier mit weitem Abstand trafen Andrea Breda nach 37:32 Minuten und Yvonne Wagner vom TSV Weiss-K√∂ln mit 40:32 Minuten im Ziel ein. Den dritten Platz belegte die Essenerin Britta Menz mit 42:04 Minuten.
 
Auch wenn sich die Temperatur entsprechend zur Jahreszeit recht winterlich kalt zeigte, so kam man aufgrund der doch leicht wärmenden Sonne beim Laufen wiederum schnell ins Schwitzen. Ja,
   

 

Start des 10km-Laufes (Männer)

wer mutig war, der lief sogar in kurzer Bekleidung. Im Grunde aber nur Nebens√§chlichkeiten, da hatte die Veranstaltung schon mit anderem Wetter zu k√§mpfen. Angefangen von einer vereisten Strecke bis hin zum Matschlauf. Somit war das Bilderbuchwetter schon ein Geschenk und guter Einstand f√ľr alle Beteiligten.
 
F√ľr ein kulinarisches Rahmenprogramm sorgten wie immer belegte Br√∂tchen, Kuchen und Grillw√ľrstchen zum kleinen Preis. F√ľr die akustische Untermahlung sorgten K√∂lsche Lieder aus den Lautsprechern. Was allerdings noch fehlte, war ein Verkaufsstand von Laufutensilien. Wenn man den Ger√ľchten Glauben schenken darf, so scheint man aber im Hintergrund an dem Problem zu arbeiten.
 
Den 6. Februar 2005 sollte man sich schonmal im Kalender rot anstreichen. Nicht weil da Karnevalssonntag ist, sondern weil dann der zweite Teil der Winterserie stattfindet. Es darf¬† damit gerechnet werden, dass so manch jecker L√§ufer beides miteinander kombinieren wird und kost√ľmiert auf die Strecke gehen wird. Seitens Veranstalter mit Sicherheit gern gesehen. F√ľr die Teilnehmer der gro√üen Serie und Tagesg√§ste hei√üt der zweite Tag aber auch, dass das Angebot um einen 15km Lauf ausgeweitet wird.





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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
Fotos: Irene Bendhiba