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Detlev Ackermann

 
   
 
 

Kölnerin wiederholt erfolgreich beim 56km Two Oceans Marathon
 
 
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19.04.2005  

 
 

26.03.2005 Two Oceans Marathon über 56 km in Südafrika

Ein Bericht von Karlheinz Kellert

  Weniger Masse, mehr Klasse und 140 deutsche Finisher auf der Ultrastrecke

Höhepunkt der Streckenführung des Two Oceans Marathons ist der Chapmans Peak Drive, eine spektakulär in den Fels modellierte Küstenstraße. Nach einem Bergsturz im Jahr 2000 war die Straße für 3 Jahre unpassierbar und konnte erst Anfang 2004 nach aufwendigen Sanierungsmaßnahmen wieder für den Verkehr freigegeben werden. Der Two Oceans Marathon musste darum in den Jahren 2001-2003 auf den Ou Kapseweg als Ersatzstrecke ausweichen, eine eher ungeliebte Streckenführung, die dem Vergleich mit dem Chapmans Peak nicht standhält und zudem auch noch ein schwierigeres Profil aufweist.
 
 

Während im Vorjahr mit der Rückkehr auf die Originalstrecke ein Rekordfeld von fast 10.000 Meldungen angelockt wurde, gingen in diesem Jahr etwa 20 % weniger Starter ins Rennen. Aber die Teilnehmerzahl hat sich mit 7.830 Meldungen über 56 km und 7.650 Meldungen für den Halbmarathon auf hohem Niveau stabilisiert. Von den insgesamt 1.038 internationalen Meldungen stellte Germany mit 228 das stärkste Kontingent.

Nach dem Überraschungssieg des Vorjahres machten die Vorjahressieger das Rennen erneut unter sich aus. Bei den Männern siegte Marco Mambo aus Zimbabwe mit neuer persönlicher Bestleistung von 3:05 Std. Bei den Frauen liefen die russischen Zwillinge Yelena und Olesya Nurgalieva mit einem Abstand von 12 Sekunden in 3:38 Std. ein. Deutsche oder westeuropäische Spitzen-läufer waren nicht am Start.

Im Gegensatz zu den widrigen Bedingungen des Vorjahres zeigte sich das Wetter in diesem Jahr von seiner besten Seite. Es gab kaum Wind, die Temperaturen waren moderat, die Sonne setzte sich erst im Laufe des Vormittages durch.

 

Zu den deutschen Startern, die sich morgens um 6:00 Uhr bei Dunkelheit eingefunden haben, zählte auch die Kölnerin Gisela Kellert (Startnummer D40248), die bei ihrer fünften Teilnahme in Folge zum fünften Mal unter 6 Stunden blieb. Nach einer nicht optimalen Vorbereitung wusste Gisela dank ihrer Erfahrung, wie man sich das Rennen einteilen muss, um gut über das Profil der zweiten Hälfte zu kommen. Auf der ersten Hälfte ist die Versuchung groß, das Tempo zu überziehen, wenn auf leichtem Gefälle die Küste bei Sonnenaufgang erreicht wird. Am Anstieg nach Constantia und dem anspruchsvollen nachfolgenden Abschnitt zeigt sich, wer sich genug Körner aufgehoben hat.

Trotz Chip gibt es keine Netto-Zeitmessung. Gnadenlos abgeschossen (!) wird der Zielschluss nach 7 Stunden Bruttozeit. Etwas mehr als ein Drittel der Finisher läuft innerhalb der letzten Stunde ein. Gegen Ende steigert sich der Zieleinlauf zu einem dramatischen Showdown, angepeitscht von Sprechern und den enthusiastischen Zuschauern.


 
Für die internationalen Teilnehmer steht an bevorzugter Position des Zielkanals ein fest-lich dekoriertes Zelt zur Verfügung. Dort erwarten die Begleiter und die bereits ange-kommenen Läufer ihre Helden. Jeder neue Finisher wird begeistert begrüßt und gefeiert. Nach vollbrachter Leistung genießen die „Internationals“ südafrikanische Gastfreund-schaft bei einem von der südafrikanischen Airline gesponserten Buffet. So lieben wir es und kommen gerne im nächsten Jahr wieder!  


Der Two Oceans Marathon ist primär ein Landschaftslauf und beeindruckt weniger durch Menschenmassen am Straßenrand. Trotzdem ist immer ausreichende Unterstützung von außen vorhanden, insbesondere dort, wo man sie auch braucht. Weltweit (!) vorbildlich ist die Streckenversorgung. Das gilt nicht nur wegen der 33 Verpflegungsstellen auf 56 km, sondern auch wegen ihrer Organisation, ihrer Ausstattung und der Begeisterung der Helfer.

Wem die Strecke von 56 km zu lang ist, kann auf einen Halbmarathon ausweichen. Beide Läufe werden grundsätzlich Ostersamstag veranstaltet und laden darum auch zu der Kombination mit einem Osterurlaub ein. In Südafrika ist dann zwar bereits Herbst, aber die Wetterverhältnisse sind eher mit dem Sommer in unseren Breiten vergleichbar.

Informationen im Internet: http://www.twooceansmarathon.org.za/





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Autor und Copyright: Karlheinz Kellert

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