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Urkunde,
erstmalig mit Zeitstempel |
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Auch 1983, zur dritten Auflage,
zeigte sich wieder ein großes Interesse an Kölns Stadtlauf über die Brücken.
1.845 folgten dem Aufruf des ASV zum Mitlaufen. Schon in den frühen Morgenstunden
zeichnete sich ein großer Ansturm auf die Schildergasse ab, von wo aus der
dritte Kölner Brückenlauf gestartet wurde. Einem Ansturm, mit dem der
Veranstalter nicht gerechnet hatte, so reichten zum Schluss nicht die Urkunden
aus, die jeder Teilnehmer im Ziel die Hand gedrückt bekam.
Den Startschuss gab diesmal
eine besonders attraktive Persönlichkeit. Punkt 10 Uhr schickte Miss Deutschland
Inge Brinkmeier mit einem lauten Knall das Läufermeer auf die Strecke. Und das
hatte es wahrlich in sich von Spitzenläufern. So z.B. dem 1.500m Spezialisten
Peter Belger, der das Rennen nach 44:16 Minuten für sich entschied. Beste
Läuferin wurde Ulla Meyer vom ASV (19.im Feld mit 53:43 Minuten). Im Hauptfeld
lief die mehrfache Weltmeisterin der Gehörlosen, Rita Windbrake.
Für besondere Aufmerksamkeit
sorgte ein im mitten des Läuferfeldes hüpfender Zylinderhut, um dessen Träger
sich rund 44 Läufer des Gymnasial-Sportvereins Porz scharten. Es war der
international bekannte 100km-Läufer Helmut Urbach.
Im Ziel ratterten die
Stempeluhren des Deutschen Leichtathletikverbandes, mit dessen Hilfe die
gelaufene Zeit auf die Startkarten gedruckt und dann dem Zieleinläufer in die
Hand gedrückt wurden. Da hieß es diesmal Tempo machen, denn der Lauf zählte in
der Jahreswertung für Laufabzeichen.
Viel Zuspruch fand der Lauf
mittlerweile auch bei den Zuschauern. Diese standen dicht gedrängt hinter den
Absperrungen auf der Schildergasse, ringsum den Zielkanal. Ja man mochte fast
glauben, dass an dem Sonntagvormittag mehr los war, als an manch langen Samstag.
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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
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