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Detlev Ackermann

 
   
 
   
 
 

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Erlebnis-Halbmarathon Köln rrh., vorbei an historischen Bauten
 
 
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03.10.2005  

 
 

Der für den 18. August 2006 datierte Erlebnis-Halbmarathon Köln rrh. ist nicht nur ein Halbmarathon für schnelle Zeiten, sondern auch ein Pfad der Geschichte des Rechtsrheinischen. So gesehen eine Kombination aus Sport und Zeitgeschichte. Laufen-in-Koeln ging auf Sightseeing-Tour und stellt jetzt schon einmal drei markante Sehenswürdigkeiten vor:


Haus Herl,
 
 

am südöstlichen Ortsausgang von Mülheim, liegt idyllisch, am Rande der Strunderbachwiesen. Im rechtsrheinischen Stadtgebiet Kölns gilt die Wasserburg als der älteste Rittersitz.Seine Geschichte reicht bis ins 9. Jahrhundert, als die Franken hier einen Königshof unterhielten und von dort aus eine "Hohenschaft", einen frühmittelalterlichen Verwaltungsbezirk des Deutzgaues regierten. Der Name Herl bezieht sich auf das Rittergeschlecht, das 1320 mit Heinrich von Herl erstmals urkundlich erwähnt wird. Stadtarchiv und Gerichtsakten weisen in den Jahren danach zahlreiche aufeinander folgende Burgherren aus. Mit Friedrich Rappard und seiner Frau Helene von Weiler bezog 1764 die letzte Adelsfamilie die Burg. Rappard war Geheimer Rat des preußischen Königs und Inhaber einer Porzellanfabrik. Genau zehn Jahre später verkaufte er seinen Landsitz nebst Betrieb an den Kölner Kunsthändler Hoffmann. Heute sind Haupt- und Vorburg bewohnt und landwirtschaftlich genutzt.

 Herler Mühle,
 
 
   
liegt ebenfalls am Strunderbach. Sie gehört bereits im fränkischen Zeitalter zum Königshof. Die geschlossene, im typisch bergischen Stil errichteten Fachwerkhofanlage, die teilweise verschiefert ist, diente lange Jahre als Öl- und Mahlmühle. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde sie eigenständiger Besitz. Das alte Holzschaufelrad ist noch an der Bachseite erhalten. Die großen Mühlsteine, die jetzt vor dem malerischen Innenhof ausgestellt sind, dienen aber nur noch der Zierde. Die Gebäude werden heute von einem Bauingenieur und seiner Familie zu Wohn- und Bürozwecken genutzt.
 
Haus Mielenforst
 
 

Südlich von Dellbrück, im dichten Laub des Mielenforstes versteckt, liegt der alte Rittersitz Mielenforst. Die imposante Anlage stammt aus der Gründerzeit Ende des vorigen Jahrhunderts, in der Kölner Neustadt mit ihren prächtigen Bürgerhäusern entstand. Reiche, fast überschwenglich verzierte Fassaden mit Ziergiebeln, Erkern, Türmchen, kleinen und großen Loggien, viele der Klassik nachempfundene Stilformen kennzeichnen einen wahren Wettkampf der Bauherren. 1885 erreichten die Architekten Kayser und von Großheim auf historischem Boden das Wohnhaus für die Familie des reichen Mülheimer Seidenfabrikanten Paul Andreae. Später wurde der im Jugendstil gehaltene Wirtschaftstrakt angefügt. Für den Neubau mußte das ältere Wohnhaus von 1711 weichen. Haus Mielenforst ist bereits im Jahre 1261 als Rittersitz des Engilbertus de Milenforst erwähnt. Im 15. Jahrhundert geht der Besitz an die Grafen von Berg über. 1596 kommt die Anlage durch Pfändung an einen Ritter von Heimbach und im 18. Jahrhundert an die Familie von Stein. Von 1774 an wird Mielenforst wieder über ein jahrhundert Eigentum der Landesherren. Zu Beginn des 19. Jahrhundert erwirbt ein Dr. Hohenschutz das Anwesen, der es dann 1882 an den Seidenfabrikanten Andreae weiterveräußert.




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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
Fotos: Laufen-in-Koeln, Irene Bendhiba

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