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Erlebnisbericht zum 24. Messe Frankfurt Marathon
 
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02.11.2005 

 

Ein Erlebnisbericht von Verena Hajek:

17.195 Anmeldungen beim 24. Messe Frankfurt Marathon gegenüber 15.241 Teilnehmern 2004 -  das war Rekord. Insgesamt verzeichnete das sportliche Großereignis einen Zuwachs von 1954 Teilnehmern, also 12,82 Prozent. Bei den Marathonläufern gab es eine Steigerung um 586 Teilnehmern auf 10.946, den größten Zuwachs hatte der Staffelmarathon, an dem 3720 (2004: 2556) Läufer teilnahmen. Nicht zuletzt aufgrund des vorhergesagten schönen Wetters hatten sich etliche noch kurzfristig zur Teilnahme entschlossen.
Hinter Hamburg und Berlin gilt Frankfurt aufgrund der flachen Strecke als drittschnellster deutscher Kurs. Dies bestätigten zwei neue Streckenrekorde nach spannenden Duellen auf der Zielgeraden und persönliche Bestzeiten für Wilfred Kigen aus Kenya (2:08:29) and Alvetina Biktimirova aus Russland (2:25:12).
Bei perfekten Wetterbedingen (Sonne, 12° am Start, 18° im Ziel) gingen 9.130 männliche und 1.816 weiblichen Einzelläufer ab 11:00 Uhr an den Start, und die einzelnen Startblöcke wurden zügig abgefertigt.

Die ersten Kilometer führten durch die Innenstadt mit der beeindruckenden Skyline Mainhattans, dann ging es weiter durch die Wohngebiete von Sachsenhausen, Niederrad und Schwanheim über die Schwanheimer Brücke, auf der uns leider ein Auto entgegen kam, bis in den Stadtteil Höchst, wo 1981 der älteste deutsche Stadtmarathon stattfand. Entlang der Strecke jubelten dank des Wetters über 200 000 Zuschauer (mehr denn je zuvor), auch beim Durchqueren der ruhigeren Stadtteile wurden wir in fast familiärer Atmosphäre angefeuert. Viele Musikbands boten für jeden Geschmack  etwas, aber auch spontane Mülltonnen- und Topfdeckel-Konzerte trieben uns an. Alle 5 km gab es sehr gut beschilderte Verpflegungsstände mit diversen Getränken, so dass ich mein Squeezy-Gel jeweils kurz vorher einnehmen und anschließend gut „verdünnen“ konnte, sowie Wasserwannen für die Schwämme. Ab km 15 wurden zusätzlich Bananenstücke gereicht sowie bei km 30 und 35 Coca Cola. Sehr sinnvoll bei der Wärme waren auch die zusätzlichen Wasserangebote ab km 12,5 jeweils zwischen zwei Verpflegungsständen.
Ebenfalls alle 5 km konnte ich anhand von Großuhren den Zwischenzeitenplan überprüfen, den ich mir am Asics-Stand in Form eines Armbands abgeholt hatte.
Durch Nied und Griesheim liefen wir zurück Richtung Ziel, wobei an km 35 am Ende der langen Geraden auf der Mainzer Landstraße für etliche „der Mann mit dem Hammer“ wartete, und auch ich den Zugläufer mit den angepeilten 3:59:00 h vorbeiziehen lassen musste. Als aber wenige Kilometer weiter der Sprecher vom Hessischen Rundfunk von der Tribüne aus mich mit Vor- und Zunamen sowie Wohnort ansagte, war das Tief schon längst überwunden. Hinter der nächsten Biegung stand in einer Baustelle einsam ein Trompeter und blies „uns den Marsch“. Ich genoss die letzten Kilometer durch ein dichtes Spalier von Zuschauern vor dem Messeturm mit dem „Hammering Man“, bevor wir auf dem roten Teppich in die dunkle Festhalle einliefen.





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Autor und Copyright: Verena Hajek