Inhaltsverzeichnis
   
  Startseite
  Intern
  Laufkalender
  Ergebnislisten
  Fotoarchiv
  Lauf-Treffs
  Laufstrecken
  Rund ums Laufen
  Lauf-Reportagen
  Suche ...
 

Kontakt


Detlev Ackermann

 
   
 
 

Rund um das Bayer-Kreuz: Der Jubiläumsläufer Franz Prison
 
 
Laufen-in-Koeln >> Laufveranstaltungen >> Straßenlauf Rund um das Bayer-Kreuz >> Artikel

01.03.2006  

 
 

24 Mal war er beim Straßenlauf „Rund um das Bayer-Kreuz“ schon dabei. Da versteht es sich von selbst, dass er auch am Jubiläumsrennen am kommenden Sonntag (5. März) teilnimmt und bei der 25. Auflage sein eigenes kleines Jubiläum feiert: Franz Prison ist einer von wenigen, womöglich sogar der einzige Sportler, der bei allen bisherigen Austragungen des Straßenlauf-Klassikers gestartet ist. Und nicht nur das: „Ich bin bei allen auch ins Ziel gekommen“, sagt der 65-Jährige stolz.
 
Allerdings verspürte er vor dem diesjährigen Jubiläumslauf ein wenig Unsicherheit: „Ich habe mir so meine Gedanken gemacht, in welchem Rennen ich nun starten soll. In der Gruppe unter 52 Minuten oder über 52 Minuten“, sagte Prison im Vorfeld und wollte mit seiner Entscheidung bis kurz vor den Start warten: „Denn es sieht doch auch nicht gut aus, wenn ich dann da als Erster ins Ziel komme. Wahrscheinlich bin ich nämlich doch schneller als 50 Minuten.“
 
Bei 41:14 Minuten aus dem Jahr 1988 steht der Hausrekord des Familienvaters. Gut fünfzehn Jahre vor seiner besten unterm Bayer-Kreuz erzielten Zeit hat Prison mit dem Laufen begonnen. Seitdem absolvierte der ehemalige Automobilverkäufer neun Marathons und auch auf dem Rennrad ist er gern unterwegs: „Vergangenes Jahr war ich beim Radklassiker Rund um Köln dabei“, erzählt der Ausdauerfan und fügt ein wenig stolz hinzu: „Der Besenwagen sammelte mich zum Glück nicht ein. Die Zeitlimits habe ich alle eingehalten.“
 
Drei Mal in der Woche schnürt er momentan seine Laufschuhe: An der Dünn, am Birkenberg und wenn es besonders heiß ist im Dünnwald trainiert er dann. „Dort überholen mich schon mal Paul Heinz Wellmann und die Leverkusener Spitzenläufer“, erzählt Prison und merkt an, dass er dagegen meistens allein zum Trainieren geht: „In der Gruppe wäre es schon schöner. Aber das ist eben immer so eine Sache, mal kann der eine nicht, dann hat der andere wieder keine Zeit.“ Und so hat Prison die einsamen Stunden sogar ein bisschen lieb gewonnen, genau wie den Straßenlauf.
 
Der 25. Start unterm Bayer-Kreuz soll für den Rentner längst nicht der letzte sein: „So lange ich gut drauf bin, werde ich in Leverkusen mitmachen“, sagt Franz Prison. Man glaubt es ihm sofort.





__________________________________
Autor und Copyright: Barbara Platzer

Drucken    Weiterempfehlen    Merken

Nach oben