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Detlev Ackermann

 
   
 
 

Jürgen Sela: "Schöner Schwachsinn"
 
 
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21.11.2002  

 
 

Jürgen Sela ist Läufer, Mitarbeiter der GEZ und Leiter der Sparte "laufen" bei der BSG GEZ Köln. Im folgenden ein Beitrag über ihn aus dem Magazin für die Mitarbeiter der Gebühreneinzugszentrale:

Jürgen Sela


Jürgen Sela ist seit 1983 bei der GEZ, derzeit als Textadministrator. Auf seine Initiative hin wurde nach seinem Eintritt die Betriebssport-Sparte „Laufen" ins Leben gerufen. „Früher sind wir einmal in der Woche gemeinsam durch den Kölner Stadtwald gelaufen", erinnert er sich, „heute trainiert jeder für sich alleine, weil man dann unabhängiger ist."
Als Spartenleiter steht er den Mitgliedern und Laufinteressierten in der GEZ aber mit Rat und Tat zur Seite. Egal, ob es um Ernährung, Kleidung, Verletzungen oder Trainingsmethoden geht: Als passionierter Langläufer hat er viele Tipps sowohl für Anfänger als auch für geübte Läufer bereit.
Wer Mitglied werden will, braucht nur bei ihm anzurufen; ein Beitrag wird nicht erhoben, weil ja - siehe oben - jeder für sich selbst trainiert. Monatlich erhalten die Mitglieder der Sparte eine Broschüre, in der Auszüge aus einer bekannten Laufzeitschrift zusammengestellt sind. Darin enthalten sind Informationen über medizinische Probleme, Laufwettkämpfe sowie Interviews und Reportagen rund um den schweißtreibenden Sport.
Für Anfänger hat er einen Leitfaden „Laufen ohne zu schnaufen" zusammengestellt, in dem Jürgen Sela eine Reihe von Tipps für den richtigen Einstieg gibt.
„Erfahrungsaustausch ist sehr wichtig", betont er. Man könne immer noch etwas dazulernen - gerade dann, wenn man sehr lange Strecken läuft, sei es interessant zu wissen, welche Erfahrungen andere Läufer gemacht haben.
Als Spartenleiter informiert Sela regelmäßig alle Laufbegeisterten in der GEZ über anstehende Wettkämpfe, zu denen er auch die Fahrten organisiert.
Er selbst kam 1983 über einen Freund zum Laufsport. Seitdem rennt er. Treu seinem Motto „Quäle deinen Körper, bevor dein Körper dich quält", hat er inzwischen über 40 Marathon- und über 35 Ultraläufe, davon zwölf Läufe von über 100 Kilometern, absolviert und keinen einzigen davon abgebrochen.
„Diese Art von Schwachsinn ist ein schöner Schwachsinn", gesteht er. Zweifellos habe er dadurch zu einer ganz neuen Lebensqualität gefunden: „Meine Sinne sind geschärft, ich rieche und schmecke besser, ernähre mich bewusster, nehme meinen Körper besser wahr und fühle mich viel leistungsfähiger."
In der Langlaufszene rund um Köln - Sela wohnt in Bergisch Gladbach - sei er „bekannt wie ein bunter Hund", nicht zuletzt wegen der zahlreichen Fahrten, die er zu bundesdeutschen Marathons anbietet: Egal, ob München, Berlin, Köln, Hamburg, ob in die Schweiz oder nach Frankreich, Jürgen Sela organisiert für seine eingeschworene Lauftruppe schon seit Jahren die Fahrten zu diesen Veranstaltungen. Der Spaßfaktor spiele eine wichtige Rolle, bekennt er: „Denn wir sind Freizeitläufer und deshalb steht die Freude am Laufen im Mittelpunkt."
Zwei Ereignisse im Jahr liegen ihm besonders am Herzen: Der „Kranke-Pänz-Spendenlauf", den er vor vier Jahren mit Freunden ins Leben gerufen hat, und die schon traditionsreiche Fahrt zum „Bordeaux-Medoc-Marathon" in Frankreich. Nach dem diesjährigen „Pänz-Lauf", an dem neben ihm von der GEZ-Belegschaft u.a. Herbert Lützenkirchen, Frank Frost und Ulrich Hillen teilgenommen haben, konnten die Läufer dem Verein „kranke pänz e. V." 16 500 Euro übergeben. Dieser Verein unterstützt kranke Kinder und deren Familien zu Hause und im Krankenhaus.
Die Fahrt zum Medoc-Marathon sei ein einmaliges Ereignis, schwärmt Jürgen Sela: „Ich plane für die Fahrt immer eine Woche ein, wobei Besichtigungstouren zu den Schlössern der Gegend und eine Übernachtung in Paris mit zum Programm gehören." Aber auch der Lauf sei ein Erlebnis der besonderen Art, denn an über 20 Verpflegungsstationen werde neben den obligatorischen Energiedrinks auch köstlicher Wein zur Stärkung von Geist und Körper gereicht. Allerdings gehöre zu jedem Schluck Wein ein kräftiger Schluck Wasser, betont Jürgen Sela. Diese Stärkung bringe dann ab Kilometer 20 tatsächlich noch einmal einen Energieschub. An Kilometer 37 gebe es schließlich noch Austern bis zum Abwinken.
Da sage noch einmal jemand, der Läufer an sich sei ein Asket...




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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
Autor: Copyright Gebühreneinzugszentrale Köln

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