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Detlev Ackermann

 
   
 
 

Staffel nierenkranker Kinder beim 23. Asics-Dauerlauf durch die Kölner Südstadt
 
 
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28.04.2007  

 
 

 
Selbsthilfe Nierenkranker Kinder und Jugendlicher Rheinland e.V.  

Die „Selbsthilfe Nierenkranker Kinder und Jugendlicher Rheinland e.V. – Nephrokids“ startet am 29.04.2007 um 12.00 Uhr mit einer Kinderstaffel am 23. Asics-Dauerlauf durch die Südstadt. Begleitet wird die Staffel von einer Erwachsenengruppe, diese laufen die komplette Strecke von 10 km und nimmt die Kinder an den Staffelpunkten in die Gruppe auf. Das Laufteam der 20 erwachsenen Läufer wird unterstützt von zwei ehemaligen Eishockeyspielern der Kölner Haie und Nationalspielern, Andreas Lupzig und Jörg Mayr, Schirmfrau Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin der Stadt Köln, Dr. Ludwig Stapenhorst, Kindernephrologe, sowie Eltern der erkrankten Kinder. Die Kinderstaffel besteht aus circa 40 Kindern, chronisch nierenkranke, transplantierte und dialysepflichtige Kinder, sowie deren Geschwister, die je nach Leistung, Strecken zwischen 100 Meter bis 3 Kilometer laufen. Zum Schluss werden alle Eltern und Kindern gemeinsam ins Ziel einlaufen und auf der Bühne mit Medaillen und Urkunden für die tolle Leistung geehrt!
 
Bei Kindern und Jugendlichen führt das Nierenversagen in der Regel zu einem ausgeprägten Kleinwuchs, worunter die Patienten sehr leiden. Andere Organsysteme können auch als Folge des Nierenversagens betroffen sein. So treten häufig Bluthochdruck und Blutarmut auf, die eine zusätzliche medikamentöse Therapie notwendig macht. Die oft dauerhafte notwendige Medikamenteneinnahme stellt eine zusätzliche Belastung dar. Die Kinder verbringen viel Zeit im Krankenhaus und müssen eine Vielzahl von Untersuchungen über sich ergehen lassen. Das ist sowohl für die Kinder als auch für die Angehörigen eine große psychische Belastung.
 
Eine Hämodialysebehandlung erfolgt 3mal pro Woche über etwa 4 bis 5 Stunden und wird ambulant durchgeführt. Die Baufelldialyse (Peritonealdialyse) erfolgt täglich und kann zu Hause durchgeführt werden. Hierbei sind besondere Kenntnisse und strengste hygienische Voraussetzungen notwendig. Neben der zeitlichen Beanspruchung sind die Betroffenen in ihrem Allgemeinbefinden beeinträchtigt. Sie müssen eine strenge Diät einhalten und dürfen oft nur sehr wenig Flüssigkeit zu sich nehmen. Kinder leiden besonders unter dem Durst. Die Kinder und Jugendlichen können mit ihren gleichaltrigen Kameraden nicht mithalten. Sie werden isoliert und sind häufig in ihrer seelischen Lebensqualität beeinträchtigt.
 
Auch nach einer Nierentransplantation hört der Leidensweg für die kleinen Patienten nicht auf. Engmaschige Kontrollen beim Nierenfacharzt (Nephrologen) wiederum mit Blutabnahmen sind erforderlich. Die Infektionsgefahr ist sehr groß. Eine transplantierte Niere kann vom Körper auch bei sachgerechter Behandlung frührer oder später abgestoßen werden.
 
Mit diesen Aktivitäten versucht der Verein Nephrokids zum einen den Austausch mit Gleichgesinnten herzustellen sowie den Kindern und Jugendlichen eine ganzheitliche Betreuung zukommen zu lassen.
 
Ziel dieses Laufs ist es, den Kindern die Möglichkeit zu schaffen, einmal im positiven Sinne etwas Besonderes zu sein!
 
Einen Informationsstand über den Verein wird es ab 11.00 Uhr auf dem Severinskirchplatz als Treffpunkt geben. Dort werden Fragen aller Art für Interessierte beantwortet und ebenfalls Organspendeausweise verteilt.





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Autor und Copyright: Michaela Peer

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