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Detlev Ackermann

 
   
 
 

Historisches Hintergrundwissen über das Veedel "Bickendorf"
 
 
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20.09.2007  

 
 

Am kommenden Sonntag wird erstmalig ein Lauf durch das Stadtviertel Köln-Bickendorf ausgetragen. Die König Event Marketing veranstaltet gemeinsam mit der DJK Roland Köln-West e.V. als ausrichtender Verein den 1. Bickendorfer Büdchenlauf. Damit die Läuferinnen und Läufer zum Startschuss wissen, über wessen historische Spuren sie dort laufen, sei hier im Folgenden ein wenig Hintergrundwissen zusammengetragen:
 

 
Rochuskirche - uraltes Symbol von Bickendorf  

Köln-Bickendorf und seine Wurzeln
 

Bickendorf ist ein Stadtteil im Nordwesten von Köln, im Stadtbezirk Ehrenfeld. Der Name Bickendorf stammt vermutlich von dem fränkischen Wort beck für Mund, Ausspruch, Gerichtsurteil oder auch Gerichtsstätte. Der Stadtteil erhält seinen Charakter vor allem durch ausgedehnte Arbeitersiedlung, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden, und zum Stadtrand hin durch ein Gewerbegebiet.
 
Geschichtlich gesehen war das Gebiet des heutigen Stadtteils Bickendorf bereits von den germanischen Ubiern einige Jahrzehnte vor unserer Zeitrechnung besiedelt. Ab dem 13. Jahrhundert befanden sich Klostergüter in Bickendorf. Diese gelten als die eigentlichen Anfänge von Bickendorf und Ossendorf. Über die Jahrhunderte blieb Bickendorf ein Bauerndorf mit mehreren Hundert Einwohnern. Ab 1838 begann man mit der Planung einer eigenen Kirche - St. Rochus - die 1849 fertiggestellt wurde. Als 1843 Ehrenfeld gegründet wurde, hatte Bickendorf 345 Einwohner und gehörte wie ganz Ehrenfeld zur Bürgermeisterei Müngersdorf.
 
1935 errichtete die Stadt Köln auf dem Gelände des Sportvereins Schwarz-Weiß ein "Zigeunerlager", wo in Barackensiedlungen Roma, Sinti und Jenische unter Aufsicht zwangsangesiedelt wurden, um sie vom Wanderleben abzuhalten. 1937 lebten dort etwa 500 Menschen. Nachdem 1938 zunächst arbeitslose Insassen des Lagers in das KZ Sachsenhausen gebracht wurden, löste man das Lager am 16. Mai 1940 vollständig auf und transportierte die Bewohner in das Sammellager in Köln-Deutz, von wo aus sie fünf Tage später nach Ostpolen deportiert wurden. Nach dem Krieg entstand auf dem Gelände erneut ein Wohnwagenlager. 1958 schuf die Stadt in Köln-Roggendorf Wohnraum für sie. Der Künstler Gunter Demnig zog 1990 eine Schriftspur --- MAI 1940 --- 1000 ROMA UND SINTI --- von dem Gelände in Bickendorf durch das Stadtzentrum bis zur Deutzer Messe. Im März 2001 wurde an der Kreuzung Venloer Straße/Matthias-Brüggen-Straße zusätzlich eine Gedenktafel errichtet, die an das Bickendorfer „Zigeunerlager“ erinnert.
 
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche St. Rochus durch mehrere Bombenangriffe 1942 und 1944 vollständig zerstört. Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau und 1949 wurde eine neue Kirche am gleichen Ort eingeweiht.
  
Heute ist Bickendorf 2,3 km² groß und zählt laut Strukturdaten der Stadt Köln vom 31. Dezember 2006 16.194 Einwohner. Akzente im Stadtteil setzen die Rochuskirche, der Treuer-Husar-Brunnen und das Wutzstock.
 
 
    Offizielle Webseite der Stadt Köln zum Stadtteil Bickendorf ...





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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
Quelle: Wikipedia
Foto: Elke Wetzig

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