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Haile Gebrselassie (ETH), neuer Weltrekordhalter mit 2:04:26
 
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30.09.2007 

 

┬äIch bin sehr gl├╝cklich. Auch wenn ich gesagt habe, dass 2:03 irgendwann mein Ziel ist, war mein Bestreben in erster Linie, einen neuen Weltrekord aufzustellen. Das ist mir gelungen, jetzt geh├Ârt er mir. Paul Tergat hat mich direkt nach dem Rennen angerufen und mir gratuliert. Paul ist ein sehr guter Freund und ich habe mich bei ihm entschuldigt, dass der Weltrekord jetzt nicht mehr ihm geh├Ârt. Ich sagte, es tut mir leid, aber du kannst es ja, wenn du willst, im n├Ąchsten Jahr probieren. Meine Familie wusste auch schon, dass ich Weltrekord gelaufen bin, denn der real,- BERLIN-MARATHON ist erstmals in Afrika live ├╝bertragen worden. Allerdings waren ihre Gl├╝ckw├╝nsche nur sehr schwer zu verstehen, denn sie waren bereits am Feiern.
 
F├╝r uns alle ist dieser Rekord etwas Besonderes, denn damit ging ein Traum in Erf├╝llung. Von meinen 24 bisher aufgestellen Weltrekorden ist dieser heute ohne Zweifel der wichtigste, denn der Marathonlauf ist eindeutig der K├Ânigslauf unter den Langstrecken. Weltrekorde auf der Bahn bin ich schon viele gelaufen, aber beim Marathon ist dies mein erster. Ich hatte eine perfekte Vorbereitung, aber in den letzten Tage in Berlin habe ich etwas meine Zuversicht verloren, vor allen Dingen, als ich das scheu├čliche Wetter von gestern sah. Ich konnte den guten Prognosen f├╝r heute keinen Glauben schenken. W├Ąhrend des Rennens habe ich ab Kilometer 20 gedacht, dass ein neuer Weltrekord durchaus m├Âglich sei. Bei Kilometer 35, wo im letzten Jahr meine Probleme anfingen, war ich mir sicher, es zu schaffen. Aber ich hatte auch heute Probleme. Vor allem behinderte mich auf den ersten 15 Kilometern meine Pollenallergie, die mir Probleme beim Atmen bereitete. Aus diesem Grunde habe ich auch beim Marathon in London aufgegeben. Das war heute die gr├Â├čte Schwierigkeit. Aber die Zuschauer waren fantastisch, sie machen 60 bis 70 Prozent des Erfolges aus.
 
Der Marathon-Lauf ist der K├Ânig unter den Langstrecken und so wie die Zuschauer gejubelt haben, f├╝hlt man sich selbst ein bisschen wie ein K├Ânig. Der Marathonlauf hat seine spezifischen Eigenarten. Man l├Ąuft hinter einem Motorrad her und die Zuschauer stehen an beiden Seiten. 42 Kilometer alleine zu laufen, kann sehr langweilig sein. Aber mit der Begeisterung an der Strecke l├Ąuft es wie von selbst. Hinzu kommt die sehr schnelle Strecke in Berlin. Im letzten Jahr bin ich etwas zu schnell angelaufen, das war ein Fehler. Heute habe ich mich anfangs etwas zur├╝ckgenommen und bin hinter dem Tempomachen gelaufen. Das war die richtige Entscheidung. Aber es gibt gute und schlechte Tage, der heutige war eben besser als der im letzten Jahr. Was meine Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Peking anbelangt, habe ich noch keine direkten Pl├Ąne. Hohe Temperaturen wie in Osaka sind insoweit ein Vorteil, als ich dann nicht mit Atembeschwerden zu k├Ąmpfen habe. Trotz meines Weltrekords kann ich noch nicht sagen, dass ich die endg├╝ltige L├Âsung f├╝r einen perfekten Marathonlauf gefunden habe. Jeder Kilometer ist anders. Vielleicht werde ich in der Zukunft mal einen L├Ąufer trainieren, dem ich meine Erfahrung mitteilen kann und der dann der L├Âsung des Problemes nahekommt.
 
Abel Kirui (KEN), 2. Platz, 2:06:51
 
┬äAls ich beim Halbmarathon in Rotterdam eine 60er Zeit und Haile eine 59er Zeit sind, dachte ich, dass ich vielleicht hier mitlaufen k├Ânnte. Auf jeden Fall war ich mir sicher, meine bisherige Bestzeit zu steigern. Das ist mir gelungen, und daher bin ich sehr zufrieden.┬ô
 
Salim Kipsang (KEN), 3. Platz, 2:07:29
 
┬äDie Strecke hier in Berlin ist fantastisch und vor allem sehr schnell. Zudem spornen einen die vielen Zuschauer an. Ich bin eine neue pers├Ânliche Bestzeit gelaufen und mit meiner Leistung sehr zufrieden.┬ô

Falk Cierpinski (GER), 23. Platz, 2:19:06
 
┬äMein Ziel war es, eine neue pers├Ânliche Bestzeit zu laufen. Daher wollte ich das Rennen kontrolliert und solide beginnen. Vielleicht habe ich am Anfang zu sehr das Risiko gescheut und bin auf den ersten Kilometern zu langsam gelaufen. Sp├Ąter kam noch etwas Wind hinzu, der hinderlich war. Aber insgesamt bin ich mit dem Ergebnis zufrieden.┬ô

Gete Wami (ETH), 1. Platz, 2:23:17
 
┬äIch bin voller Zuversicht ins Rennen gegangen, denn ich wusste, meine Form stimmt. Ich freue mich sehr dar├╝ber, dass ich hier zum zweiten Mal den real,- BERLILN-MARATHON gewonnen habe. Da ich mich auch konditionell fit f├╝hle und durchaus den Jackpot der World Marathon Majors-Serie gewinnen kann, habe ich direkt nach dem Rennen das Ticket nach New York gebucht. Ich konnte mich heute etwas schonen und gegen Ende langsamer laufen, da ich doch einen recht gro├čen Vorsprung hatte. Die kommende Woche werde ich es ruhig angehen lasse und nur etwas joggen. Danach beginnt das harte Training f├╝r den New York Marathon, der in f├╝nf Wochen stattfindet. Im kommenden Jahr m├Âchte ich auf jeden Fall bei den Olympischen Spielen in Peking starten. Vielleicht komme ich im Anschluss nach Berlin.┬ô
 
Irina Mikitenko (GER), 2. Platz, 2:24:51
 
┬äEs war ein tolles Rennen und ich freue mich riesig ├╝ber mein Ergebnis. Als es heute morgen losging, hatte ich keinen Zeitplan. Bei Kilometer 30 f├╝hlte ich mich sehr gut und dachte, wann f├Ąngt es eigentlich an, schwierig werden. Dasselbe Gef├╝hl hatte ich bei Kilometer 35 und mein Trainer sagte, bleib cool. Bei Kilometer 37 habe ich gedacht, du musst jetzt endlich loslaufen und dann bin ich gerannt. Ich bin gl├╝cklich ├╝ber die Zeit und den zweiten Platz. Heute kann ich es richtig genie├čen. Der Marathonlauf ist die richtige Strecke f├╝r mich und ich m├Âchte in dieser Disziplin weiter als Profi laufen. F├╝r den Marathon braucht man Erfahrung und ich wusste heute eben noch nicht, was auf mich zukommt. Ich traue mir zu, bei meinem n├Ąchsten Rennen vielleicht sogar den Deutschen Rekord anzugreifen.┬ô
 
Helena Kirop (KEN), 3. Platz, 2:26:27
 
„Mit meinem dritten Platz und der Zeit bin ich sehr zufrieden. Insgesamt habe ich mich fünf Monate auf den Lauf in Berlin vorbereitet und bin konditionell in einer sehr guten Verfassung. Auch bei Kilometer 35 ging es mir noch sehr gut, aber trotzdem hatte ich keine Chance, mit den ersten Beiden mitzulaufen. Aber auch so war es heute ein erfolgreicher Tag.“





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