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Detlev Ackermann

 
   
 
 

Die neuen Strecken-Highlights zum 25. Severinslauf - Teil 5
 
 
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21.04.2009  

 
 

 

Bayenturm

 
Bayenturm
 
... auf dem Rückweg zum Hafenamt rund um das Hafengelände treffen wir auf der linken Seite auf den historischen Bayenturm.
 
Der Bayenturm ist ein mittelalterlicher Wehrturm und entstand um 1220 als Teil der acht Kilometer langen mittelalterlichen Stadtbefestigung.
 
Bei der Erstürmung des Bayenturms 1262 sollen die Kölner erstmals den Schlachtruf „Kölle alaaf“ gerufen haben. Das würde die dort im Kapitel „Rheinland“ zitierte zweite Quellenangabe zur Entstehung dieses Schlachtrufes während der Epoche des Stapelrechts belegen. Eine Kölner Weisheit sagt: Wer den Turm hat, hatte die Macht. Mit der Eroberung des Turms durch die Kölner Bürgerschaft 1262 war die Vorherrschaft des Erzbischofs endgültig gebrochen.
 
Der trutzige, wie eine Burg ausgebaute Bayenturm ist heute eines der wenigen Zeugnisse der mittelalterlichen Befestigung, die Köln 700 Jahre lang umschloss. Im Kölner Kampf um frühe bürgerliche Freiheiten gegen Erzbischof Engelbert II. spielte der Bayenturm eine Rolle, weshalb er mit dem Wappen der Stadt geschmückt wurde. Der Bayenturm war der südliche Eckturm der Stadtmauer am Rhein. Von hier aus besaß die Rheinmauer Richtung Norden weitere 22 Tore. Neben seiner allgemeinen Schutzfunktion gegen Feinde zu Lande und zu Wasser konnte von hier aus auch der „Treidelbetrieb“ (Ziehen von Kähnen stromaufwärts durch Pferde) auf dem Leinpfad überwacht werden.
 
Er wurde während des Dreißigjährigen Krieges 1620 weiter verstärkt. Mit Baubeginn des neuen Rheinauhafens 1850/51 wurde die mittelalterliche Rheinufermauer abgebrochen und durch eine krenelierte Mauer auf der neugeschaffenen Rheinauhalbinsel ersetzt. Diese Mauer wurde über einen offenen Halbturm/Uferkaponniere und einen neuen Zwinger mit dem Bayenturm verbunden. Da der Turm den Expansionsdrang der Stadt im 19. Jahrhundert nicht störte, wurde er – anders als der größte Teil der Mauer und die Mehrheit der Tore – 1881 nicht geschleift, als Preußen das Gelände, auf dem sich mittelalterliche Stadtmauer und vorgelagerte neue preußische Bastionen befanden, sondern an die Stadt Köln verkauft.
 
Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Bayenturm erheblich beschädigt und überdauerte Jahrzehnte als Ruine. Der fast vollständig zerstörte Turm wurde 1987 nach Plänen aus dem Jahre 1895 des Stadtbaumeisters Josef Stübben wieder aufgebaut. Anfang 1992 begann der Innenausbau des Turmes. Der Bayenturm ist heute Sitz der gemeinnützigen Stiftung „FrauenMediaTurm“. Die Vorsitzende der Stiftung ist Alice Schwarzer. Der Turm beherbergt seit August 1994 ein Archiv und Dokumentationszentrum zu aktuellen und historischen Frauenfragen.



 
 
 

    25. Dauerlauf im Severinsviertel




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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
Quelle: Wikipedia

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