Laufen.NRW (Köln)
Das überregionale Online-Magazin im Rheinland
Über 6.500 Beiträge zu allen Themen rund um den Laufsport

DRUCK-VERSION 20.12.2008

 

 
 

Topstars planen Rekordrennen beim Commerzbank Frankfurt Marathon
 
Laufen-in-Koeln >> Marathon und Ultraläufe >> Deutschland >> Frankfurt Marathon >> Artikel

30.10.2010 

 

Tadese Tola, Christoph Kopp, Mare Didaba.jpg

 
Favoriten aus Kenia und Ă„thiopien peilen Zeiten unter 2:06 Stunden an
Dire Tune und Mare Dibaba wollen den Frauen-Kursrekord verbessern
 
Ein Rennen der Rekorde soll es am Sonntag bei der 29. Auflage des Commerzbank Frankfurt Marathon geben. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen peilen die Favoriten Weltklassezeiten an, die deutlich unter den bestehenden Kursrekorden liegen könnten. Während bei den Männern gleich acht Athleten mit Top-Zeiten von unter 2:07:15 Stunden am Start stehen werden (10 Uhr, Messeturm), gelten bei den Frauen Dire Tune und Mare Dibaba als Topfavoritinnen. Die zwei äthiopischen Weltklasseläuferinnen planen ein Tempo, das sie sogar in den Bereich der Jahresweltbestzeit von 2:20:25 Stunden führen könnte.
 
FĂĽr den 29. Commerzbank Frankfurt Marathon erwarten die Veranstalter bis zu 13.000 Meldungen. Heute und morgen werden in der Messehalle 1 noch Nachmeldungen entgegen genommen. Die Wetteraussichten fĂĽr Sonntagvormittag versprechen fast ideale Bedingungen. Es soll trocken sein und leicht sonnig bei Temperaturen von rund 10 Grad Celsius zur Startzeit. AuĂźerdem ist praktisch kein Wind vorhergesagt.
 
„Dieser Commerzbank Frankfurt Marathon ist so stark besetzt wie nie zuvor. Wir haben deswegen berechtigte Hoffnungen, dass wir auch im Jahr 2011 zu den Gold Label-Rennen des internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF zählen werden“, erklärte Race-Direktor Jo Schindler, der stolz darauf ist, dass sein Rennen von der IAAF in die Premium-Serie des weltweiten Straßenlaufes eingruppiert wurde. Lediglich 24 Rennen weltweit haben in diesem Jahr einen Gold Label-Status.
 
„Wir wollen uns auch spitzensportlich weiter entwickeln“, sagte der Sportliche Leiter Christoph Kopp, der für die erste Gruppe eine Halbmarathon-Zwischenzeit von 63:00 Minuten anstrebt. Dies wäre ein gutes Tempo für den Kursrekord (2:06:14 Stunden von Gilbert Kirwa/Kenia 2009) sowie eine Zeit von unter 2:06. Doch diese Halbmarathon-Zwischenzeit könnte noch etwas korrigiert werden, denn einige Athleten wollen noch schneller laufen. „Wir haben ein sehr gutes Feld, das ist eine große Herausforderung. Deswegen werden wir sicherlich schnell laufen“, erklärte Wilson Kipsang, der nach einem glänzenden Marathondebüt in Paris im April (Dritter in 2:07:10) zu den Topfavoriten zählt. „Ich habe drei Ziele am Sonntag: Als erstes möchte ich meine persönliche Bestzeit verbessern, als zweites will ich unter dem Kursrekord bleiben und das dritte Ziel ist eine Zeit von unter 2:06 Stunden“, erklärte der 28-jährige Kenianer, während der dreifache Sieger des Commerzbank Frankfurt Marathon, Wilfred Kigen (Kenia), erklärte: „Das ist das stärkste Feld, das jemals in Frankfurt an den Start gegangen ist. Das ist ein Ansporn für uns alle und sicherlich ein Vorteil.“
 
Bei den Frauen plant Kopp eine Halbmarathon-Durchgangszeit der Spitzengruppe von 71:30 Minuten. Dies würde auf eine Endzeit von deutlich unter dem derzeitigen Streckenrekord hinführen (2:25:12, Alevtina Biktimirova/Russland 2005). Doch die beiden Äthiopierinnen Dire Tune und Mare Dibaba planen schnelleres in Frankfurt. „Ich will die erste Hälfte in 70:00 bis 70:30 Minuten angehen“, kündigte Dire Tune an, die bisher eine Bestzeit von 2:24:40 Stunden hat und damit die schnellste Läuferin im Feld ist. Die Boston-Siegerin des Jahres 2008 könnte mit ihrer avisierten Zwischenzeit sogar die Jahresweltbestzeit der Russin Liliya Shobukhova (2:20:25) erreichen. Mit ihrer Landsfrau und Trainingspartnerin Mare Dibaba hat Dire Tune eine starke Konkurrentin im Rennen. Dibaba lief bei ihrem Marathondebüt in Rom im März in flotten 2:25:38 auf Rang drei. „Dire und Mare sind gleich stark“, sagt der Trainer der beiden, Haji Adillo. Ein zurückhaltenderes Tempo peilt die Titelverteidigerin Agnes Kiprop an. „Meine Form ist gut, aber nicht ganz so stark wie vor einem Jahr. Deswegen will ich die erste Hälfte in 73:00 Minuten laufen“, erklärte die Kenianerin, die eine persönliche Bestzeit von 2:26:22 Stunden aufweist.
 
 
Die Favoriten beim Commerzbank Frankfurt Marathon

Männer
 

Nummer

Name

Vorname

NAT

PB

Resultate

2

Arusei

Moses

KEN

2:06:50

2009: 1. Seoul Marathon (2:07:54)
2008: 2. Paris Marathon (2:06:50)
2006: 2. Frankfurt Marathon (2:10:30)

3

Teimet

Sylvester

KEN

2:06:49

2010: 1. Seoul Marathon (2:06:49)
2009: 5. Chunchon Marathon (2:11:24)
2009: 3. Seoul Marathon (2:10:11)
2008: 1.
Gyeongju Marathon (2:09:53)
2008: 1. Göteborg Halfmarathon (1:01:21)

4

Keitany

Elijah

KEN

2:06:41

2009: 2. Amsterdam Marathon (2:06:41)
2008: 3. Berlin Halfmarathon (1:00:10)

5

Mandago

David

KEN

2:06:53

2009:2. Seoul  Marathon (2:09:01)
2009: 6. Paris Marathon (2:06:53)

6

Kiprop

Francis

KEN

2:07:04

2009: 2. Berlin Marathon (2:07:04)
2008: 4. seoul Marathon (2:08:30)
2007: 11. Amsterdam Marathon (2:09:49)

7

Tola

Tadese

ETH

2:06:41

2010: 1. Paris Marathon (2:06:41)
2010: 2. RAK Halfmarathon (59:49)

8

Kipsang

Wilson

KEN

2:07:10

2010: 3. Paris Marathon (2:07:10)
2010: 4. Abu Dhabi Halfmarathon (1:00:04)
2009: 4.
WC-Halfmarathon (1:00:08)
2009: 2. Ras Al Khaimah Halfmarathon (58:59)
2009: 2. Valencia Halfmarathon (59:33)

9

Kigen

Wilson

KEN

2:08:16

2010: 3. Hamburg Halfmarathon (1:07:30)
2008: 2. Frankfurt Marathon (2:08:16)
2006: 4. Seoul Marathon (2:09:47)

10

Kigen

Wilfred

KEN

2:07:33

2010: 1. Hamburg Marathon (2:09:22)
2008: 2. Hamburg Marathon (2:07:48)
2007: 1. Frankfurt Marathon (2:07:58)
2007: 2. Hamburg Marathon (2:07:33)
2006: 1. Frankfurt Marathon (2:09:06)
2005: 1. Frankfurt Marathon (2:08:29)

11

Rotich

James

KEN

2:07:12

2009: 7. Eindhoven Marathon (2:09:33)
2007: 3. Amsterdam Marathon (2:07:12)

12

Chelimo

Elias

KEN

2:08:15

2010: 8. Rotterdam Marathon (2:10:29)
2009: 4. Frankfurt Marathon (2:08:15)
2008: 2. Milano Marathon (2:08:39)

14

Sanga

Philip

KEN

2:08:07

2010: 5. Daegu Marathon (2:12:52)
2009: 2. Eindhoven Marathon (2:08:07)
2009: 5. Rome Marathon (2:10:09)

15

Asmerom

Yared

ERI

2:08:34

2010: 5. Seoul Marathon (2:11:46)
2009: 3. Lake Biwa Marathon (2:10:49)
2008: 2.
Lake Biwa Marathon (2:08:34)
2008: 8. OG-Marathon (2:11:11)
2007: 4. WC-Marathon (2:17:41)

16

Bungei

Samson

KEN

2:08:36

2010: 4. Hannover Marathon (2:09:58)
2009: 2. Cologne Marathon (2:08:36)
2009: 1. Dortmund Marathon (2:09:23)

17

Sugut

Henry

KEN

2:08:40

2010: 1. Vienna Marathon (2:08:40)

19

Kutto

Edwin

KEN

2:09:50

2010: 3. Hannover Marathon (2:09:50)
2009: 4. Cologne Marathon (2:11:55)

32

Kipkemboi

Laban

KEN

2:08:38

2009: 3. Los Angeles Marathon (2:10:29)
2008: 6. Hamburg Marathon (2:09:46)
2007: 3. Seoul Marathon (2:08:38)

48

Ngolepus

Joseph

KEN

2:07:57

2003: 3. London Marathon (2:07:57)
2001: 1. Berlin Marathon

Frauen
 

F01

Kiprop

Agnes

KEN

2:26:22

2010: 11. Boston marathon (2:33:21)
2009: 1. Frankfurt Marathon (2:26:57)
2009: 1. Turin Marathon (2:26:22)

F02

Tune

Dire

ETH

2:24:40

2010: 3. Worlds Best 10 km San Juan
2009: 2. Boston Marathon (2:32:17)
2008: 1. Boston Marathon (2:25:25)
2008. 15. Olympic Games Marathon
2008: 1.
Houston Marathon (2:24:40)

F03

Kilel

Caroline

KEN

2:25:24

2010: 3. Seoul Marathon (2:26:58)
2009: 1. Ljubljana Marathon (2:25:24)

F05

Egigayehu

Asnakech

ETH

2:25:50

2010: 1. Milano Marathon (2:25:50)
2009: 3. Rock "n" Roll Marathon Arizona (2:33:32)
2008: 5.
Amsterdam Marathon (2:34:31)

F06

Kimutai

Hellen

KEN

2:25:52

2010: 1. Vienna Marathon (2:31:08)
2009: 2. Frankfurt Marathon (2:27:50)
2007: 2. Roma Marathon (2:26:46)
2003: 1. hamburg Marathon (2:25:52)

F07

Dibaba

Mare

ETH

2:25:38

2010: 3. Rom Marathon (2:25:38) debut 
2010: 2. Ras Al Khaimah Halfmarathon (1:07:13)

F08

Andersson

Isabellah

SWE

2:26:52

2010: 5. EC-Marathon (2:34:43)
2010: 5. Dubai Marathon (2:26:52)

F10

Kibet

Hilda

NED

2:30:33

2009: 3. Amsterdam Mararthon
2009: 6. WC-Cross Amman
2008: 5. WC-Cross
2008: 1. EC-Cross
2007: 6. Amsterdam Marathon

F11

Kalovics

Aniko

HUN

2:29:04

2008: 1. Venedig Marathon (2:31:24)
2008: 3. Roma Marathon (2:29:04)
2007: 1 Torino Marathon (2:29:24)

 

 



__________________________________
Autor und Copyright: Uwe Martin fĂĽr Laufen-in-Koeln
Foto: Veranstalter/Victah Sailer